Ärger um Uringestank an Wiesbadener Geschäft

Oft nutzen sogenannte Wildpinkler Einkaufsstraßen oder Hauseingänge. Die Folge: Penetranter Uringestank macht sich breit. Auch in Wiesbaden ist das ein Problem.

Ärger um Uringestank an Wiesbadener Geschäft

Dass es in manchen Wiesbadener Straßen mitunter recht unangenehm riechen kann, hat Leserin Rebecca in der Schwalbacher Straße festgestellt. Dort scheint es nämlich ziemlich heftig nach Urin zu stinken. Wie Rebecca meint, sei der Geruch dort dauerhaft. Sie glaubt, dass eventuell Obdachlose die Stelle als „öffentliches Urinal nutzen“. Leserin Ruth stimmt ihr generell zu: „Furchtbar, wie es da auch aussieht“, ist ihre Meinung. Rebecca wiederum fragt nun: „Wann wird endlich etwas gegen diesen penetranten Uringestank beim ehemaligen Brautgeschäft“ getan?“

Problem der Wildpinkler

Bei der Stadt Wiesbaden ist der Fall in der Schwalbacher zwar nicht direkt bekannt, dennoch spricht die Verwaltung von einem generellen Problem, wenn es um das wilde Urinieren geht. So seien also für die konkrete Örtlichkeit an dem Brautmodengeschäft noch keine Beschwerden an die Stadtpolizei herangetragen worden. „Grundsätzlich verhält es sich aber so, dass leerstehende Geschäfte mit zurückgesetzten Eingängen gerne zum Urinieren genutzt werden.“ Diese Möglichkeiten gebe es in der gesamten Stadt, so die Verwaltung auf Anfrage von Merkurist. „Wenn sich in dem Bereich zusätzlich noch eine obdachlose Person niederlässt oder den Hauseingang als Schlafplatz nutzt, verstärkt sich dieses Problem noch weiter.“

Doch wie kann die Stadt das Problem lösen? „Da es sich bei den zurückgesetzten Hauseingängen meist um Privatflächen handelt, ist es die Aufgabe des Besitzers, geeignete Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einbau eines Rollgitters, zu ergreifen“, erklärt die Stadt. Zur Durchsetzung des Hausrechts könne der Eigentümer jedoch dann die Landespolizei hinzurufen. Wildpinkler aber schon vorab zu stoppen, sei extrem schwierig. Denn Wildpinkler müssten direkt in flagranti überführt werden. Im laufenden Jahr sei es der Stadtpolizei jedoch immerhin gelungen – bis einschließlich 24. Oktober – 89 Verstöße zu ahnden.

Wie das Gestank-Problem gelöst werden kann

Einen Tipp, wie man den Uringestank beseitigen kann, hat das Umweltamt der Stadt Wiesbaden dann auch noch: „Es ist ein altbekanntes Hausmittel, beispielsweise den beißenden Geruch von Urinspritzern, verursacht durch den Toilettengang , mit etwas Essig (Mischungsverhältnis 2:1) oder Essigreiniger und, wenn der Geruch besonders hartnäckig ist, den Essig noch versetzt mit ein paar Esslöffeln Natron zu reinigen.“ Die Mischung solle dann auf die betroffenen Stellen aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit weggewischt werden.

Bei gefliesten Untergründen könne dieses Mittel funktionieren, so das Umweltamt. Wenn sich der Urin jedoch in porigen Hauswänden oder porigem Asphalt auf der Straße befinde, dürfte der Einsatz dieser Mittel aber wohl verpuffen. Da es sich zudem um gängige Hausreinigungsmittel handle, ist der Einsatz auf befestigten Flächen nicht verboten, teilt das Amt mit.

Doch: „Diese Mittel dürfen auf unbefestigten Böden nicht angewendet werden.“ Generell gelte auch, dass die Reinigung eines betroffenen Gebäudes mit geeigneten chemischen Mitteln ausschließlich dem Hauseigentümer obliegt. Eine Reinigung der Fassade sei außerdem „anzeigepflichtig“, da das ablaufende Wasser in die Kanalisation gelangt. Eigentümer, die also eine solche Reinigung vornehmen wollen, könnten sich bei der Stadt ein entsprechendes Formular downloaden.

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