Fehlverhalten in Wiesbadener Bussen: ESWE Verkehr startet Respekt-Kampagne

ESWE Verkehr startet in Wiesbaden eine neue Kampagne für mehr Respekt in Bussen. Grund sind tägliche Pöbeleien, Gewalt und andere Störungen, die Fahrgäste und Personal belasten.

Fehlverhalten in Wiesbadener Bussen: ESWE Verkehr startet Respekt-Kampagne

ESWE Verkehr startet eine neue Kampagne für mehr Respekt im öffentlichen Nahverkehr in Wiesbaden. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Aktion unter dem Motto „Unser Weg: Respekt“ ein deutliches Zeichen für ein wertschätzendes Miteinander setzen. Ziel ist es, die gegenseitige Rücksichtnahme zu fördern und die Sicherheit für alle zu erhöhen.

Hintergrund sind demnach wiederkehrende Vorfälle in Bussen und an Haltestellen, die das Wohlbefinden oder die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrpersonal beeinträchtigen. Beispiele seien lautes Telefonieren, verbale und körperliche Gewalt, sexuelle Übergriffe oder das Rauchen an Haltestellen. „Für Respektlosigkeit oder gar Gewalt darf in Bussen kein Platz sein. Nicht unter den Fahrgästen und nicht gegenüber unserem Personal“, sagt Marion Hebding, Geschäftsführerin von ESWE Verkehr. Man wolle mit der Kampagne zum Ausdruck bringen, dass störendes Verhalten nicht toleriert werde.

Polizei fordert mehrmals pro Woche Videos an

Auslöser für die Kampagne waren laut ESWE Verkehr Rückmeldungen von Fahrgästen und aus dem Fahrbetrieb. Fehlverhalten komme nahezu täglich vor. Wegen möglicher Straftaten fordere die Polizei mehrmals pro Woche Videoaufnahmen aus den Bussen an. Lediglich körperliche Angriffe auf Busfahrer und Fahrausweisprüfer seien zurückgegangen.

Positive Botschaften sollen zum Mitmachen anregen

Die Kampagne startet zunächst auf den Online-Kanälen des Unternehmens und in den Fahrzeugen. Später soll sie durch Plakate an Haltestellen und Werbung auf Bussen ausgeweitet werden. Dabei setzt ESWE Verkehr auf positive Botschaften statt auf Verbote. Slogans wie „Respekt ist: wenn deine Musik privat bleibt“ oder „Respekt ist: wenn du an andere denkst“ sollen das gewünschte Verhalten in den Mittelpunkt rücken.

„Wir senden bewusst positive Botschaften aus, damit die Menschen mitmachen, einander helfen und der Bus zu einem Ort wird, an dem sich alle wohlfühlen“, so Hebding. Sie ergänzt, dass Rücksicht, Fairness und Respekt nichts kosteten, aber viel bewirken könnten.