Der Kochbrunnen in Wiesbaden wird von Montag, 11. Mai, bis Mittwoch, 13. Mai, gereinigt. Das teilt der Betreiber Mattiaqua mit. Bei der Aktion werden unter anderem die Sinterablagerungen entfernt.
Wer einen der mineralischen Sintersteine als Andenken haben möchte, hat dazu die Gelegenheit. Die Steine können bis Dienstag, 12. Mai, um 12 Uhr direkt am Kochbrunnen am Kranzplatz abgeholt werden.
Ablagerungen wachsen jährlich um sieben Zentimeter
Die Reinigung ist notwendig, da der rötlich-gelbe Belag stetig wächst. Laut Mattiaqua nehmen die Ablagerungen jährlich um sieben Zentimeter zu und müssen regelmäßig entfernt werden, damit sie den muschelförmigen Brunnen nicht erdrücken. Die Sinterablagerungen waren schon zur Römerzeit als „Mattiakische Kugeln“ bekannt und wurden damals zum Färben von Haaren benutzt.
Der Kochbrunnen ist die wohl bekannteste Thermalquelle Wiesbadens und ein Wahrzeichen der Stadt. Sein Name bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 Grad Celsius. Während nur ein kleiner Teil des Wassers die Trinkstelle und den Brunnen speist, wird die Hauptmenge in die Aufbereitungsanlage der Kaiser-Friedrich-Therme geleitet und von dort in das Thermalwassernetz der Stadt. Das Wasser gilt als besonders wertvoll zur Linderung rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen.