„Nonnenhof“-Betreiber übernehmen Ratskeller

Im Biebricher „Ratskeller“ ist wieder Leben. Die ehemaligen Betreiber des Nonnenhofs haben das Lokal übernommen. Betreiberin Anna Klüter erzählt, wie es dazu kam und was die Biebricher im neuen Ratskeller erwartet.

„Nonnenhof“-Betreiber übernehmen Ratskeller

Vor allem Stammgäste des Biebricher Traditionslokals „Ratskeller“ haben zuletzt schwere Zeiten durchgemacht. 1875 eröffnet, schloss das gutbürgerliche Restaurant in der Rathausstraße 2018 für rund ein Jahr. Dann folgte nach einer kurzen Wiedereröffnung das Aus im Juli 2020. Seitdem stand das Lokal leer – bis vor Kurzem, denn seit Anfang August ist es wieder geöffnet. Viele Biebricher kennen die neuen Betreiber bereits aus der Gibb.

„Wir sind ja selbst neu dazugezogene Biebricher und fühlen uns hier so wohl.“ - Anna Klüter, Betreiberin

„Der Nonnenhof ist sozusagen in den Ratskeller gezogen“, sagt Anna Klüter. Gemeinsam mit ihrem Partner Rodrik Tatousian hat Klüter zwei Jahre lang das Restaurant „Nonnenhof“ in der Gibb betrieben. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert, also sah sich das Paar nach etwas anderem um. „Wir haben ein paar Sachen angeschaut, aber der Ratskeller gefällt uns einfach gut. Wir sind ja selbst neu dazugezogene Biebricher und fühlen uns hier so wohl. Deshalb passt das total gut.“

Speisekarte fast wie im Nonnenhof

Wer vorher im Nonnenhof Essen war, dem wird die neue Karte im Ratskeller bekannt vorkommen. Denn die ist sehr ähnlich. Es gibt Hamburger, Schnitzel und Steaks wie vorher im Nonnenhof. „Wir haben jetzt aber auch ein Gericht, das nennt sich ‘Glücklicher Gockel’“, erzählt Klüter. „Das ist eine Hähnchenbrust gefüllt mit Spinat und Käse.“ Vorher gab es außerdem den Nonnenhof-Burger, der heißt jetzt passenderweise Ratskeller-Burger. Sogar die Telefonnummer hat das Paar aus dem Nonnenhof mit nach Biebrich genommen.

Zusätzlich zum Abendessen gibt es nachmittags Kaffee und Kuchen. Unter der Woche bieten Anna Klüter und Rodrik Tatousian außerdem einen Mittagstisch für 9,90 Euro an. Darauf sind wechselnde Fleisch-, Fisch- und vegetarische Gerichte zu finden. Die Räume hat das Team renoviert und modernisiert – im Innenraum finden 65 Gäste Platz, im Außenbereich 25. Für Rollstuhlfahrer gibt es eine Rampe. „Wir wollen hier auf niemanden verzichten“, sagt Klüter dazu. Geöffnet ist das Restaurant unter der Woche von 11:30 bis 22 Uhr und samstags und sonntags ab 16 Uhr.

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