Ärger um verlegte Konzerte in der Brita-Arena

Keines der eigentlich in diesem Sommer geplanten Open-Air-Konzerte der Reihe „WI love Music“ wird in der Brita-Arena stattfinden. Über die Gründe scheinen sich Stadt und Veranstalter nicht einig zu sein.

Ärger um verlegte Konzerte in der Brita-Arena

Seit Donnerstag steht fest: Alle Konzerte der neuen Open-Air-Reihe „WI love Music“ in der Brita-Arena müssen abgesagt oder verlegt werden. Während das Billy Idol-Konzert bereits zuvor aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden musste, ging es bei den verbliebenen Events um Genehmigungsprobleme. Alle Konzerte werden nun an andere Orte verlegt. Für das Ronan Keating-Konzert wurde keine Ausweichspielstätte gefunden, sodass es abgesagt werden muss.

Stadt und Veranstalter scheinen sich nun uneinig über die genauen Gründe der Absage für die Brita-Arena als Veranstaltungsort zu sein. Die Stadt äußerte sich bereits gestern in der Presse (wir berichteten) aber auch auf ihrer Facebook-Seite dazu. „Die Brita Arena ist baurechtlich eine Sport- und keine Veranstaltungsstätte“, hieß es dort. Es seien bis kurz vor der Veranstaltung noch viele Fragen offen geblieben. Auch ein „vollumfängliches und prüffähiges Sicherheitskonzept“ habe nicht vorgelegen.

Und genauer: „Die Veranstaltungen wurden Mitte März ohne Vorlage von Sicherheitskonzepten angezeigt. Erstmalig wurden nach mehrfacher Aufforderung am 8. Mai 2022 Sicherheitskonzepte vorgelegt, welche allerdings nicht prüfbar waren.“ Alle Behörden seien bemüht gewesen, die Konzerte in der Arena möglich zu machen. „Trotz den letzten gemeinsamen Abstimmungsterminen am 19. Mai 2022 und 25. Mai 2022 waren das Sicherheitskonzept und dessen Anlagen immer noch nicht konsistent, teilweise sogar widersprüchlich.“ Laut Stadt fehlten immer noch Unterlagen und ganze Bestandteile. Handlungsabläufe seien nicht ausreichend beschrieben gewesen, Verantwortlichkeiten seien nicht klar definiert, die Erreichbarkeiten zum Teil unklar gewesen. „Die gemachten Erfahrungen aus den letzten Jahren wurden nicht aufgegriffen und abgehandelt. Das Räumungskonzept fehlte ganz, Evakuierungsmöglichkeiten wurden keine aufgezeigt“, heißt es abschließend in dem Statement.

„Weisen Darstellung der Stadt entschieden zurück“

Am Freitag äußerten sich nun Verantwortliche des „SparkassenParks Mönchengladbach“, der die Konzertreihe gemeinsam mit dem Rheingau Musik Festival veranstaltet, dazu. „Die Darstellung der Stadt Wiesbaden weisen wir entschieden zurück und bedauern, dass falsche Aussagen unabgestimmt von der Stadt Wiesbaden veröffentlicht wurden“, heißt es in einem Pressestatement. Man habe bisher bewusst keine negative Berichterstattung gegenüber der Stadt Wiesbaden betrieben und bedauere, dass das nun „einseitig so passiert ist“.

„Wir als Veranstalter und der Betreiber der Brita-Arena stehen zu Gesprächen mit der Stadt bereit, um die Zukunft der Brita-Arena als Veranstaltungsort zu besprechen“, heißt es weiter. Nach erfolgten Gesprächen hoffe man auf eine gemeinsame Stellungnahme.

Karten können zurückgegeben werden

Außerdem gibt das Unternehmen bekannt, dass sich alle Karteninhaber die Kosten für ihre Tickets zurückerstatten lassen können, wenn sie die neue Location nicht besuchen können. Wer zum Konzert gehen möchte, kann sein bereits gekauftes Ticket verwenden. Auch Datum und die Zeiten der Konzerte haben sich nicht geändert.

Alle Infos zu den Konzerten findet ihr hier.

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