Wiesbadener Sektkellerei Henkell Freixenet mit stabilem Umsatz 2025

Die Wiesbadener Sektkellerei Henkell Freixenet hat ihren Umsatz leicht gesteigert. Vor allem alkoholfreie Produkte und Prosecco sind gefragt, während eine Dürre in Spanien Probleme bereitet.

Wiesbadener Sektkellerei Henkell Freixenet mit stabilem Umsatz 2025

Die Wiesbadener Sekt- und Weinkellerei Henkell Freixenet hat im Geschäftsjahr 2025 einen stabilen Umsatz erzielt. Das teilt das Unternehmen mit. Der Nettoumsatz lag bei 1,25 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 0,5 Prozent entspricht.

Das Geschäftsjahr war laut Henkell Freixenet von einer angespannten Weltwirtschaft und zurückhaltendem Konsum geprägt. „Der globale Schaumwein- und Weinmarkt war 2025 rückläufig, gleichzeitig wuchsen Teilmärkte – darunter Prosecco, Crémant, alkoholfreie Schaumweine und Aperitifs, in denen wir mit unseren starken Marken und gezielten Innovationen unsere Entwicklung positiv beeinflussen konnten“, sagt Dr. Andreas Brokemper, CEO von Henkell Freixenet.

Alkoholfrei im Trend, Sorgen beim Cava

Besonders stark wuchs die Nachfrage nach alkoholfreien Produkten. Das Portfolio in diesem Bereich legte um 18 Prozent zu. Laut Brokemper sei bewusster Alkoholkonsum kein Nischentrend mehr. „Die Entwicklung alkoholfreier Produkte wird für das Unternehmen in Zukunft außer dem Kerngeschäft mit alkoholischen Produkten eine wichtige Rolle spielen“, so der CEO. Auch Prosecco und Crémant waren Wachstumstreiber. Die Prosecco-Marke Mionetto wuchs mit drei Prozent stärker als der Gesamtmarkt, die Crémant-Marke Gratien Meyer legte sogar um 14 Prozent zu.

Probleme gab es hingegen bei der spanischen Schaumweinmarke Freixenet, deren Umsatz um vier Prozent zurückging. Grund dafür war vor allem die Entwicklung beim Cava. Eine Dürre in der spanischen Region Penedès habe die Produktion erheblich belastet und zu höheren Kosten geführt. „Die gute Nachricht ist, dass es nun wieder mehr Niederschläge gegeben hat, die Ernte besser ausgefallen ist und die Voraussetzungen für die Ernte 2026 gut sind“, erklärt Brokemper.

Internationalisierung und Ausblick

Um die Position in den USA zu stärken, dem zweitgrößten Markt des Unternehmens nach Deutschland, ging Henkell Freixenet eine strategische Partnerschaft mit dem Schaumweinhaus Korbel ein. Zudem wurden 2025 neue Landesgesellschaften in Argentinien, Kroatien und Irland eröffnet.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Unternehmen mit weiteren Herausforderungen, zeigt sich aber optimistisch. „Unsere Marken sind in den Wachstumsmärkten wie Prosecco, Aperitivo, Crémant und Alkoholfrei stark positioniert und wir haben eine umfangreiche Innovationspipeline“, so Brokemper. Das breitgefächerte Portfolio gebe die nötige Flexibilität. „Damit sind wir auch für das Jahr 2026 gut aufgestellt“, resümiert der CEO.