Wiesbaden bekommt Hebammen für Notfälle

Hebammennotfallversorgung geht an den Start

Wiesbaden bekommt Hebammen für Notfälle

Ab dem 13. September wird es in Wiesbaden eine Hebammennotfallversorgung geben. Mithilfe einer offenen Sprechstunde soll der bereits bestehenden Unterversorgung durch Hebammen entgegengewirkt werden. Das beschlossen die Stadtverordneten einstimmig in ihrer vergangenen Versammlung.

Um Schwangeren und Müttern zu helfen, die keine Hebamme finden konnten, sollen in Zukunft zwei Hebammen an vier Tagen in der Woche offene Sprechstunden anbieten. „Die Hebammen stehen schon in den Startlöchern und haben Zeitkapazitäten für Notfallsprechstunden freigeräumt“, erklärt Anita Hebenstreit, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Rathausfraktion in einer Mitteilung. Bereits in den vergangenen drei Jahren hätte sich eine Arbeitsgruppe aus Hebammen mit der Frage beschäftigt, wie die Unterversorgung von Vor- und Nachsorge bei Schwangeren bekämpft werden kann. „Das ist in der Bundesrepublik – soweit uns bekannt – einmalig.“, berichtet Hebenstreit.

Im Rahmen eines runden Tisches erarbeiteten die Hebammen dann gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum Sirona e.V. und der Kommunalen Frauenbeauftragten Saskia Veit-Prang das Konzept, das jetzt umgesetzt wird. Neben Notfallsprechstunden können auch Nachsorgetermine ausgemacht werden.

Koordiniert wird die Notfallversorgung durch eine Servicestelle bei Sirona e.V., die dienstags bis donnerstags zwischen 17 Uhr und 19 Uhr telefonisch besetzt sein wird. Hilfesuchende können ab dem 13. September unter der Nummer 0611 360 8260 einen Termin ausmachen.

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