Sofortiges Verbot von Wasserentnahme aus Wiesbadener Gewässern

Es drohen Bußgelder

Sofortiges Verbot von Wasserentnahme aus Wiesbadener Gewässern

Das Entnehmen von Wasser aus Wiesbadener Bächen und Flüssen ist ab sofort verboten. Grund ist laut Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) die anhaltende Trockenheit in der Stadt.

Durch das Entnehmen von Wasser werde der Naturhaushalt nachhaltig gestört, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Einige Bäche im Stadtgebiet seien bereits infolge der regenarmen Sommer 2018 und 2019 trockengefallen oder zu einem Rinnsal verkommen. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von bis zu 100.000 Euro. Das Verbot gilt auch für die Nutzer der Grundstücke, die direkt an den Gewässern liegen.

Einige Ausnahmen gibt es jedoch: Landwirte dürfen das Wasser weiterhin zum tränken von Tieren benutzen, wenn es etwa mit einer Gießkanne abgeschöpft wird. Wer Wasser aus einem Fluss entnehmen will, muss das zuvor bei der Unteren Wasserbehörde anmelden. Wer eine entsprechende Erlaubnis hat, ist von der Stadt angehalten, entsprechend sparsam mit dem umzugehen. Außerdem kann die Untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Wiesbaden auf Antrag Ausnahmen genehmigen.

Weitere Informationen zu Ausnahmeregelungen bietet die Stadt unter der Rufnummer (0611) 313805 oder per Mail unter wasserbehoerde@wiesbaden.de. (js)

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