Kitas geschlossen: Wer ab Montag Recht auf Notbetreuung hat

Für bestimmte Berufsgruppen

Kitas geschlossen: Wer ab Montag Recht auf Notbetreuung hat

In ganz Hessen bleiben ab Montag Kitas geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus’ zu verhindern. Das besagt eine Verordnung des Landes, die am Freitagabend beschlossen wurden (wir berichteten). In Wiesbaden soll eine Notbetreuung für Kinder von Eltern mit bestimmten Berufen eingerichtet werden.

Diese Notbetreuung soll sicherstellen, dass bestimmte Berufe weiterhin ausgeübt werden können, wenn die Eltern nicht auf ihre Kinder aufpassen müssen. Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) sagt dazu: „Diese Notbetreuung wird mindestens am Montag in der regulären Kindertagesstätte der Kinder stattfinden. Bis Mitte nächster Woche werden wir wissen, wie hoch der Bedarf für die Kinder dieser Personengruppen ist und ein möglichst unbürokratisches Verfahren zur Überprüfung der Voraussetzungen für die Notbetreuung erarbeitet haben.“

Um den genauen Bedarf festzustellen, sollen bis Montag Anträge fertiggestellt werden, die von den betroffenen Eltern eingereicht werden können. Auch wolle die Stadt klären, in welchen Kindertagesstätten die Betreuung dann langfristig stattfinden wird. Der reguläre Kitabetrieb ist vorerst bis zum 19. April eingestellt.

Einen Anspruch auf einen Notbetreuungsplatz haben in Wiesbaden Familien, in denen beide Elternteile oder ein Alleinerziehender in einem der folgenden Berufsfelder arbeiten:

  • Polizeivollzugsdienst

  • Arbeitnehmer des Landes, die bei den Polizeipräsidien tätig sind und Vollzugsaufgaben wahrnehmen

  • Angehörige von Feuerwehren

  • Richter sowie Staatsanwälte der Justiz

  • Bedienstete des Justiz- und Maßregelvollzuges

  • Bedienstete von Rettungsdiensten

  • Helfer des Technischen Hilfswerkes und des Katastrophenschutzes

  • Mitarbeiter, die in medizinischen und pflegerischen Berufen arbeiten, insbesondere in der Altenpflege

  • Mitarbeiter in Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der stationären Hilfen zur Erziehung oder der Eingliederungshilfe betreuen

  • Anästhesietechnische Assistenten

  • Ärzte

  • Apotheker

  • Desinfektoren

  • Gesundheits- und Krankenpfleger

  • Hebammen

  • Medizinische Fachangestellte

  • Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten

  • Medizinisch-technische Radiologieassistenten

  • Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik

  • Notfallsanitäter und Rettungsassistenten

  • Operationstechnische und Anästhetische Assistenten sowie pharmazeutisch-technische Assistenten

  • Bedienstete des Jugendamtes

(df)

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