Strohballen legen A3 bei Wiesbaden lahm

Ein Autofahrer wollte auf der A3 der Polizei Platz machen. Dabei verlor er seine Ladung Strohballen und sorgte für eine Vollsperrung.

Strohballen legen A3 bei Wiesbaden lahm

Ein gut gemeintes Ausweichmanöver hat am Dienstagabend zu einer Vollsperrung auf der A3 bei Wiesbaden-Breckenheim geführt. Ein Autofahrer verlor dabei die Kontrolle über seinen Anhänger, der mit Strohballen beladen war. Das meldet das Polizeipräsidium Westhessen.

Der 41-jährige Fahrer war gegen 20:55 Uhr mit einem Anhänger auf dem rechten von drei Fahrstreifen unterwegs. Als sich von hinten ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht im Einsatz näherte, wollte der Mann Platz machen und lenkte auf den Standstreifen. Dabei schlug er das Lenkrad jedoch zu stark ein. Sein Anhänger schaukelte sich auf, kippte auf die Seite und verlor seine Ladung. Die Strohballen verteilten sich über die gesamte Fahrbahn.

Die Autobahn musste daraufhin voll gesperrt werden. Eine zum Unfall eilende Polizeistreife konnte aber zusammen mit Ersthelfern den linken Fahrstreifen schnell von Stroh befreien, sodass die Vollsperrung bereits nach 15 Minuten wieder aufgehoben werden konnte. Der Verkehr wurde anschließend einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Es entstand ein rund zwei Kilometer langer Rückstau.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro. Der Fahrer habe es zwar gut gemeint, dem Einsatzfahrzeug Platz zu machen, so die Polizei. Nötig sei das Manöver aber nicht gewesen, da sich zwischen den beiden Fahrzeugen noch der freie mittlere Fahrstreifen befand. Die Bergungsarbeiten dauerten bis etwa Mitternacht an.