Wiesbaden erreicht höchste Hitzewarnstufe

Seit Montag gilt in Hessen Hitzewarnstufe 2 — die höchste Stufe der Hessischen Hitzeskala. Was das konkret bedeutet und wie man sich jetzt verhalten sollte, erfahrt Ihr hier.

Wiesbaden erreicht höchste Hitzewarnstufe

Seit Montag, den 10. August, gilt in Hessen die höchste Hitzewarnstufe. Denn wenn die gefühlte Temperatur an mehr als vier aufeinander folgenden Tagen mehr als 32 Grad beträgt, wird die zweite und damit höchste Hitzewarnstufe im Land ausgerufen.

Daher warnt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration vor extremer Belastung durch die Hitze. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Dienstag und Mittwoch vor Hitze in Wiesbaden. In Mainz wird sogar vor „extremer Hitze“ gewarnt. „Dienstag und Mittwoch ist mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet von Wiesbaden zu rechnen“, so die Meteorologen.

Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind in praller Sonne und bei hoher Hitze gefährdet. Anne Janz, Staatssekretärin im Hessischen Sozial- und Integrationsministerium, appelliert daher heute an die Bürgerinnen und Bürger, ihr Verhalten an diese Situation anzupassen: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf und vermeiden Sie körperliche Aktivitäten.“ Eine kühle Dusche oder ein kühles Bad kann zusätzliche Abkühlung verschaffen. Zudem können kalte Packungen oder Wickel, feuchte Handtücher oder Schwämme, Fußbäder und ähnliches zur Kühlung genutzt werden.

Darüber hinaus sollten vor allem leichte Speisen verzehrt und es sollte viel getrunken werden. Alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke seien dabei nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet, geachtet werden müsse überdies auf einen Ausgleich des durch Schwitzen bedingten Salzverlustes.

Hintergrund

Das Hessische Hitzewarnsystem besteht aus zwei Warnstufen. Stufe 1 warnt vor einer starken Wärmebelastung und wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32 Grad erreicht. Eine extreme Wärmebelastung (Warnstufe 2) liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38 Grad übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen andauert. Neu seit 2017 ist, dass ältere und pflegebedürftige Menschen vom Deutschen Wetterdienst ergänzend und gezielt angesprochen werden, wenn die gefühlte Temperatur 36° Grad übersteigt, da die Hitze für diese Menschen eine extreme Belastung darstellt. Der DWD weist zudem darauf hin, dass in Stadtgebieten aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung eine zusätzliche Wärmebelastung auftreten kann. (nl)

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