Sandstürme in Wiesbaden und Umgebung erwartet

Es wird immer wärmer und trockener

Sandstürme in Wiesbaden und Umgebung erwartet

Bis zu 30 Grad, aber kein Regen: Die nächsten Tage werden sommerlich in Wiesbaden (wir berichteten). Wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung (www.qmet.de) gegenüber Merkurist sagt, sei daher die Gefahr vor Sandstürmen besonders hoch.

„Am Donnerstag und Freitag erwarten uns viel Wind und einzelne Sturmböen“, so der Wetterexperte. Das trockne den Boden weiter aus und könne Staub aufwirbeln. Zum Beispiel könne Ackerboden verweht werden und die Sicht auf Straßen vermindern. „Das erhöht die Gefahr für Unfälle. Daher sollte man sehr wachsam sein, unbedingt langsam fahren und vorsichtig sein.“

Mit bis zu 75 Stundenkilometern können die Sturmböen über den Norden und Nordosten Deutschlands fegen, rund um Wiesbaden immerhin mit bis zu 40 Stundenkilometern. Auch die Waldbrandgefahr sei hoch. Besonders im Rhein-Main-Gebiet gilt laut Jung die höchste Warnstufe 5, „und das in allen Wäldern in der Region“.

Ein paar Schauer gebe es voraussichtlich erst am Donnerstag und Freitag. „Jedoch keine großen Mengen. Das wird leider noch eine Weile mit dem Landregen auf sich warten lassen“, so Jung. Am Montag bereits steigen die Temperaturen dank Schönwetterhoch „Wolf“ auf bis zu 26 Grad, am nächsten Tag auf 27, Mittwoch werden es 28 bis 29 Grad. Danach sinkt es wieder etwas ab, auf 25 Grad am Donnerstag und 21 Grad am Freitag und Samstag. Danach soll es wieder wärmer werden, mit viel Sonne.

Der europäische Wetterdienst (ECMWF) hat zudem schon einmal einen Blick auf die nächsten Monate geworfen. Der Juni, Juli und August sollen weiterhin sehr trocken und sehr heiß werden – bis zu zwei Grad zu warm. „Damit dürften wir an die sehr warmen und extrem trockenen Sommer aus dem Jahr 2018 und 2019 rankommen, diese vielleicht sogar noch überbieten“, so Jung. Wenn der Sommer nun tatsächlich so trocken ausfällt wie bereits das Frühjahr, wäre das der „Worst case“.

Logo