Der Lieferverkehr in Wiesbaden soll besser werden

Weil es in Wiesbaden zu wenige Ladezonen gibt, müssen Lkws und Kleinlaster häufig auf der Fahrbahn halten. Ein neues Konzept der Stadt soll jetzt Abhilfe schaffen, was sowohl Lieferanten als auch andere Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.

Der Lieferverkehr in Wiesbaden soll besser werden

In den Morgenstunden ist es ein bekanntes Bild auf den Wiesbadener Straßen: Durch den Berufsverkehr bilden sich lange Staus. Kommen dann noch Behinderungen hinzu, etwa durch Baustellen oder Falschparker, wird es noch enger. Besonders vor Supermärkten sorgt der tägliche Lieferverkehr für zusätzliche Belastungen.

Die Lieferanten haben aber häufig gar keine andere Chance, als direkt auf der Fahrbahn zu halten. Ein Beispiel kennt Merkurist-Leser Matthias:

Zwischen der Fahrbahn und dem Eingang des Supermarkts sind zwar ein paar Meter Platz, diese sind aber für parkende Autos vorgesehen. Und auch an anderen Standorten der Stadt sieht es für den Lieferverkehr genauso aus. Das lässt sich auch mit Daten belegen. So zeigt eine Studie der Fachhochschule Frankfurt, dass nur ein Drittel des Wiesbadener Wirtschaftsverkehrs in dafür vorgesehenen Flächen hält.

Lösung der Stadt?

Auch der Stadt Wiesbaden ist das Problem bekannt, sie will jetzt handeln: „Die Liefer-/Ladezonen sollen optimiert werden. Dies betrifft sowohl die räumliche Lage als auch die Nutzbarkeit der Flächen“, sagt ein Sprecher des Verkehrsdezernats. Unter dem Titel „Nachhaltige Stadtlogistik Wiesbaden“ will die Stadt in mehreren Workshops Ideen entwickeln, den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr umweltfreundlicher zu gestalten.

Um den Warenverkehr in Wiesbaden im Sinne aller Beteiligten zu gestalten, ist laut der Stadt eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren notwendig. Vor diesem Hintergrund führt die Wiesbaden einen mehrstufigen Dialogprozess durch. Bis September 2020 soll dieStadtlogistik besser werden — und das in mehreren Stufen. „Zu den Maßnahmen der Stufe eins gehört die Optimierung der Liefer- und Ladezonen“, so der Sprecher. Weitere Details will die Stadt demnächst bekannt geben. (rk)

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