Weitere Brände erwartet: Ist die Feuerwehr darauf vorbereitet?

In den letzten Wochen musste die Feuerwehr immer wieder Brände löschen, die im Zusammenhang mit der Trockenheit standen. So wie es aussieht, könnte es so weitergehen. Wie gut ist die Feuerwehr darauf vorbereitet?

Weitere Brände erwartet: Ist die Feuerwehr darauf vorbereitet?

Letzte Woche musste die Feuerwehr mit einem Großaufgebot auf die Platte ausrücken, um ein Feuer auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern zu löschen. Wenig später wurden die Einsatzkräfte alarmiert, weil zwischen Kloppenheim und Medenbach ein Misthaufen brannte. Allein am Montag dieser Woche entflammten drei weitere Feuer, die von den Einsatzkräften gelöscht werden mussten. Die Feuerwehr hat also alle Hände voll zu tun – und das wird voraussichtlich auch so bleiben.

Bereits drei Waldbrände mehr als im letzten Jahr

Weite Teile Hessens müssen seit Wochen ohne größere Regenfälle auskommen. Nach unterdurchschnittlichen Niederschlägen im März, Mai und Juni setzt sich dieser Trend auch im Juli bislang fort. Die Trockenheit gepaart mit der Hitze verschärft die Waldbrandgefahr im Land. In Wiesbaden gilt bereits die zweithöchste Waldbrandgefahr-Warnstufe.

Vor allem im Vergleich zum letzten Jahr ist es um einiges trockener. So musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr um diese Zeit noch keinen Waldbrand und 14 Gras- und Gestrüppbrände löschen. In diesem Jahr waren es bisher drei Waldbrände und 25 Gestrüppbrände.

„Sollte die Trockenheit noch länger anhalten, ist mit weiteren Bränden zu rechnen.“ - Andrea Kirsch, Feuerwehr

Als ungewöhnlich würde Andrea Kirsch von der Wiesbadener Feuerwehr die aktuelle Situation zwar noch nicht bezeichnen, aber: „Sollte die Trockenheit noch länger anhalten, ist mit weiteren Bränden zu rechnen“, sagt sie. Darauf sei die Feuerwehr aber vorbereitet.

Feuerwehr nutzt spezielle Waldbrand-Ausstattung

„Die Feuerwehr Wiesbaden ist mit mehreren geländegängigen, wasserführenden Fahrzeugen ausgestattet, welche auch im unwegsamen Gelände zum Einsatz kommen können“, so Kirsch. Zudem verfügten mehrere Fahrzeuge über eine spezielle Waldbrand-Ausstattung, um Wald- und Flächenbrände effektiv bekämpfen zu können. „Im vergangenen Jahr wurde außerdem ein ‘Abrollbehälter Löschwasser’ angeschafft. Er fasst 10.000 Liter Löschwasser und kann an Orten, an denen keine Löschwasserversorgung vorhanden ist, zum Einsatz gebracht werden.“

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