Friedliche Demo gegen Autobahnausbau vor dem Hessischen Landtag

Mit Infostand, Redebeiträgen und einer Menschenkette

Friedliche Demo gegen Autobahnausbau vor dem Hessischen Landtag

Zu einer friedlichen Demo haben sich in Wiesbaden am Freitagmittag mehrere Demonstranten auf dem Schlossplatz und auf der Rathaustreppe gegenüber dem Landtagsgebäude versammelt. Sie demonstrierten gegen die Rodung des Dannenröder Waldes im Vogelsbergkreis und für eine Verkehrswende.

Hintergrund sind Pläne für einen Ausbau der A49, für den Bäume gefällt werden sollen. In mehreren Redebeiträgen machten Wiesbadener Umweltschützer — etwa Mitglieder der Fridays For Future-Bewegung — auf die Folgen der geplanten Rodung aufmerksam. Die Pläne für den Autobahnausbau gebe es dabei schon seit rund 40 Jahren, doch erst jetzt soll der Bau starten.

Kritisiert haben die Demonstranten dabei vor allem, dass der Wald wichtige Grundlage für die Trinkwasserversorgung für rund eine halbe Millionen Menschen in der Umgebung sei. Wenn eine Autobahn mitten hindurch verlaufe, so die Demonstranten, würde das jetzige Ökosystem gestört und Tiere und Pflanzen ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Viele Teilnehmer forderten in ihren Reden vor dem Landtag die Politiker dazu auf, die Pläne erneut zu prüfen. Dabei betonten sie vor allem, dass diese noch aus vergangenen Jahrzehnten stammen. „Ein mehr als 250 Jahre alter, gesunder Laubmischwald soll einem verkehrspolitischen Planungsdinosaurier geopfert werden“, formulierte es Olaf Bandt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Er fordert eine „klima- und naturgerechte Verkehrspolitik“.

Im Anschluss an die Kundgebungen bildeten die Demonstranten eine Menschenkette. Zudem waren sie den ganzen Vormittag über mit einem Infostand auf dem Schlossplatz vertreten. (ts)

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