5 Fakten zur OB-Wahl, die Ihr wissen müsst

Wahltag in Wiesbaden: Am Sonntag wird sowohl der neue Oberbürgermeister als auch das Europaparlament gewählt. Wir haben für Euch interessante fünf Fakten zur Doppel-Wahl zusammengestellt.

5 Fakten zur OB-Wahl, die Ihr wissen müsst

Am Sonntag ist es so weit: Wiesbadens neuer Oberbürgermeister wird gewählt! Bevor es so weit ist, haben wir für Euch noch einmal fünf Fakten zur Wahl zusammengestellt.

1. Doppel-Wahl

Nicht nur Wiesbadens Stadt-Oberhaupt steht am Sonntag zur Wahl. Am gleichen Tag findet außerdem die Europawahl statt. Neben den sieben OB-Kandidaten stehen auch 41 Parteien zur Wahl. Anders als etwa bei der Bundestagswahl, hat man zur Europawahl nur eine Stimme, die man einer der vielen zugelassenen Parteien geben darf. Daher fällt der EU-Stimmzettel auch wesentlich länger als der OB-Stimmzettel aus.

2. Hier geht’s lang

Je nachdem, wo man in Wiesbaden wohnt, ändert sich auch das Wahllokal, in dem man seine Stimme abgeben kann. Dieses ist auf der Wahlbenachrichtigung aufgeführt, die man zur Stimmabgabe mitbringen sollte. Eine digitale Karte dazu findet Ihr auch hier. Wenn Ihr diese verlegt oder versehentlich verloren habt, könnt Ihr Euch im Lokal auch mit Eurem Personalausweis ausweisen. „Die Wahlbenachrichtigung ist für den Wahlvorstand zwar hilfreich zum schnelleren Auffinden des Wahlberechtigten im Wählerverzeichnis, aber für die Teilnahme an der Wahl nicht zwingend notwendig“, so der Bundeswahlleiter. Wenn Ihr gar keine Wahlbenachrichtigung bekommen habt, dürft Ihr nicht wählen, beziehungsweise solltet Euch rechtzeitig erkunden, ob Ihr im Wählerverzeichnis gelistet seid.

3. Kandidaten-Panne bei der SPD

Au weia, Genossen: Bei der Wiesbadener Oberbürgermeister-Wahl 2007 hatten die Sozialdemokraten (SPD) vergessen, ihren OB-Kandidaten Ernst-Ewald Roth beim städtischen Wahlamt anzumelden. Als Konsequenz standen damals tatsächlich nur fünf statt wie geplant sechs Kandidaten auf den Wahlzetteln. Ein Fauxpas, den offenbar niemand bei der SPD bemerkt hatte. Erst als Wahlleiter und Ordnungsdezernent Peter Grella (CDU) per Pressemitteilung eine Übersicht der fünf angemeldeten Kandidaten bekannt gab, fiel der Fehler auf. Der Parteichef der SPD sowie der gesamte Unterbezirksvorstand erklärten im Anschluss ihren Rücktritt.

4. Wer darf wählen?

211.322 Wiesbadener dürfen am 26. Mai über ihr neues Stadtoberhaupt entscheiden. 187.073 von ihnen sind Deutsche, 24.249 sind Ausländer aus EU-Ländern. Die größte Gruppe an nichtdeutschen Wählern stellen die Polen dar, gefolgt von Italienern, Rumänen und Griechen. Fast alle EU-Mitgliedsstaaten sind unter den Wahlberechtigten vertreten. Die kleinsten Gruppen stellen Dänemark, Luxemburg und Estland dar. Malta und Zypern sind als einzige nicht vertreten. Die meisten Wahlberechtigten wohnen in Biebrich, gefolgt von Dotzheim und Nordost.

5. So würden Merkurist-Leser wählen

Prognosen und Umfragen gibt es vor jeder Wahl zu Hauf. Auch wir haben unsere Leser vor einem Monat gefragt, wen sie wählen würden, wenn am Sonntag OB-Wahl wäre. Das Ergebnis: Eckhard Müller (AfD) und Eberhard Seidensticker (CDU) müssten in die Stichwahl. Sie bekamen von den Merkurist-Lesern jeweils 19, beziehungsweise 18 Prozent der Stimmen. Mit 17 Prozent knapp dahinter: Christiane Hinninger von den Grünen. (js)

Logo