Das Wiesbadener Unwort des Jahres 2021 ist...

Jedes Jahr wird in Deutschland das „Unwort des Jahres“ gewählt. Aber welches Wort können die Wiesbadener nicht mehr hören? Merkurist hat seine Leser nach dem Wiesbadener Unwort 2021 gefragt – und das ist das Ergebnis.

Das Wiesbadener Unwort des Jahres 2021 ist...

Volksverräter, alternative Fakten, Klimahysterie, Corona-Diktatur – das waren ein paar der Wörter, die die Deutschen in den letzten Jahren am meisten aufgeregt haben. Aber was sind die lokalen Nerv-Wörter in Wiesbaden? Angelehnt an die bundesweite Wahl zum „Unwort des Jahres“ wollten wir von euch in unserer Umfrage wissen: Welches Wort könnt ihr einfach nicht mehr hören? Hier sind die Top 5 der Wiesbadener Unwörter des Jahres 2021:

Platz 5

Mit jeweils rund 5 Prozent der Leserstimmen haben es gleich zwei Wörter auf den fünften Platz geschafft: Lockdown und DIGI V. Zumindest das Wort DIGI V sollte die Wiesbadener in Zukunft aber nicht mehr aufregen – schließlich soll die digitale Verkehrssteuerung, die Ende November in Betrieb genommen wurde, den Verkehr in der Stadt in Zukunft entlasten (wir berichteten).

Platz 4

Auf dem vierten Platz landet mit 6,15 Prozent das Wort Baustelle. Kein Wunder, denn im vergangenen Jahr waren regelmäßig Straßen oder Fahrspuren gesperrt, was immer wieder zu Verkehrsbehinderungen und Staus führte. Die Umbauarbeiten für DIGI V machten einen großen Teil dieser Baustellen aus – im nächsten Jahr könnte es also besser werden.

Platz 3

Seit Wochen diskutiert ganz Deutschland über die Impfpflicht und so ist es nicht überraschend, dass 6,35 Prozent der Merkurist-Leser das Wort zu ihrem persönlichen Unwort des Jahres gekürt haben.

Platz 2

Auf Platz 2 in unserem Voting landet das Wort Querdenker. Rund 12 Prozent der Leser können es einfach nicht mehr hören. Aus dem Wortschatz verschwinden wird es so schnell wohl auch nicht. Stattdessen verschärfe sich die Lage, wie der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) kürzlich mitteilte. Er warnte vor einer Radikalisierung von Teilen der Querdenker-, Corona-Leugner- und Impfgegner-Szene. Er verurteilte „feige Taten“ wie den Brand-Anschlag auf das Wiesbadener Testzentrum aufs Schärfste: „Ob Querdenker oder Corona-Skeptiker: Ich warne alle, die meinen, ihrer verblendeten Weltsicht mit Bedrohungen oder Angriffen Ausdruck verleihen zu müssen.“

Platz 1

Es ist kein überraschender erster Platz: Die Salzbachtalbrücke ist mit großem Abstand das Wiesbadener Unwort des Jahres. Ganze 56 Prozent stimmten für die Brücke. Und das ist nachvollziehbar, denn sie ist schon jahrelang das Sorgenkind des Wiesbadener Verkehrs. In diesem Jahr folgte dann der Supergau: Die Salzbachtalbrücke bröckelte, musste kurzfristig gesperrt und schließlich gesprengt werden. Mittlerweile ist die Fahrbahn darunter und die Bahnstrecke wieder freigegeben und die Wiesbadener können aufatmen. Ganz abgeschlossen sein sollen die Bauarbeiten voraussichtlich 2026. Dann soll der Neubau der Brücke nach fast zehn Jahren Bauarbeiten endlich stehen.

Euer Unwort des Jahres ist nicht dabei? Dann schreibt es in die Kommentare.

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