Kommen bald Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen in Hessen?

Hessens Verkehrsminister schlägt vor, Zugangskontrollen an Bahnhöfen zu testen.

Kommen bald Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen in Hessen?

Hessens Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen praktisch zu erproben. Wie das hessische Verkehrsministerium mitteilt, begrüßt er damit einen Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

„Der Bundesverkehrsminister hat Recht. Es ist gut, dass jetzt Bewegung in die Debatte kommt“, so Mansoori. Hessen habe bereits im Frühjahr in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen, Zugangsbarrieren an großen Bahnhöfen zu prüfen. Damals sei aber keine Einigung zustande gekommen. „Jetzt sollten wir es praktisch erproben. Frankfurt bietet sich als erste Modellstadt an.“ Dort könnten Bund, Land und Deutsche Bahn gemeinsam herausfinden, wie solche Kontrollen an einem der größten deutschen Bahnknoten funktionieren.

Mansoori äußerte sich am Freitag anlässlich des bundesweiten Tags der Schiene. An diesem Tag besuchte er die Baustelle für den Ausbau des Bahnknotens Frankfurt-Stadion.

Ausbau für 466 Millionen Euro

Rund um die Bahnhöfe Frankfurt-Stadion, Frankfurt-Niederrad und den Hauptbahnhof werden die Strecken auf einer Länge von 3,5 Kilometern von vier auf sechs Gleise erweitert. Die stärkere Trennung von S-Bahn, Regional- und Fernverkehr soll zusätzliche Kapazitäten schaffen und die Pünktlichkeit erhöhen. Das Projektvolumen für diesen Bauabschnitt beträgt rund 466 Millionen Euro.

„Wenn die Bahn zuverlässiger werden und mehr Verkehr über die Schiene gehen soll, müssen aber auch die Engpässe im Netz beseitigt werden. Frankfurt-Stadion ist dafür ein gutes Beispiel“, sagte der Minister. Genau solche Projekte und die Menschen dahinter sollen beim „Tag der Schiene“, der vom 18. bis 20. September 2026 wieder stattfindet, sichtbar gemacht werden.