Stadt Wiesbaden macht ernst beim Masernschutzgesetz

Ablauf der Übergangsfrist war am 31. Juli 2022

Stadt Wiesbaden macht ernst beim Masernschutzgesetz

Bereits seit 1. März 2020 müssen alle nach 1970 geborenen Personen, die in einer Gemeinschafts- oder einer medizinischen Einrichtung arbeiten oder betreut werden wollen, einen Masernschutz nachweisen. Die Stadt Wiesbaden verweist nun auf die möglichen Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben.

So müssen auch Asylbewerber sowie geflüchtete Menschen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft nachweisen, wie die Stadt mitteilt. Für Personen, die bereits seit dem 1. März 2020 in den entsprechenden Einrichtungen betreut werden oder tätig sind, galt für den Nachweis des Masernschutzes eine Übergangsfrist. Diese ist am 31. Juli 2022 abgelaufen.

Nach dem Masernschutzgesetz müssen Kinder, die mindestens ein Jahr alt sind, eine Masern-Schutzimpfung oder eine Masern-Immunität nachweisen. Alle Personen ab zwei Jahren sowie nach 1970 Geborene müssen zwei Masern-Impfungen oder ein ärztliches Zeugnis über eine ausreichende Masern-Immunität nachweisen.

Das droht bei Verstoß gegen das Gesetz

Personen, die den Nachweis eines vorhandenen Masernschutzes nicht erbringen können, dürfen in den betroffenen Einrichtungen weder betreut noch tätig werden. Jedoch können Personen, die der gesetzlichen Schulpflicht unterliegen und keinen Nachweis erbringen, weiterhin zur Schule gehen. In diesem Fall muss die Einrichtung aber das Gesundheitsamt benachrichtigen. Bei Kindern unter einem Jahr ist eine Aufnahme, beispielsweise in eine Krippe, auch ohne Nachweis möglich.

Werden die Nachweise nicht vorgelegt oder bestehen Zweifel an der Echtheit beziehungsweise inhaltlichen Richtigkeit des vorgelegten Nachweises, muss die Einrichtungsleitung das zuständige Gesundheitsamt benachrichtigen. Das Gesundheitsamt Wiesbaden stellt zu diesem Zweck einen Online-Dienst zur Verfügung, über den die betroffenen Einrichtungen entsprechende Fälle melden können.

Weitere Informationen zum Thema Masernschutzgesetz sowie Antworten auf häufige Fragen gibt es hier und hier. Informationen zur Masern-Erkrankung und Masern-Impfung gibt es hier.

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