Schweigeminute an Wiesbadener Hauptbahnhof für getöten Zugbegleiter

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter rufen die Deusche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) heute um 15 Uhr zu einer bundesweiten Schweigeminute auf.

Schweigeminute an Wiesbadener Hauptbahnhof für getöten Zugbegleiter

Heute um 15 Uhr rufen die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sowie die Fahrgäste zu einer Schweigeminute auf. Das gaben die Pressesprecher des Unternehmens und der Gewerkschaft bekannt.

Anlass ist der Tod des Zugbegleiters Serkan C. (36 Jahre), der am Montagabend in einem Regionalexpress in der Nähe des Bahnhofs Landstuhl attackiert wurde. Er ist am heutigen Mittwoch im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

Brutale Attacke auf Zugbegleiter

Den bisherigen Ermittlungen nach habe der Zugbegleiter einen Passagier kontrolliert, der keinen gültigen Fahrschein vorzeigte. Als der Mann deswegen des Zuges verwiesen werden sollte, habe er den Bediensteten unvermittelt angegriffen, wie die EVG mitteilt. Hierbei hat der Zugbegleiter lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und musste vor Ort reanimiert werden. Am Mittwoch wurde der Tod des Mannes gemeldet, so die EVG.

DB-Vorständin Evelyn Palla zeigte sich erschüttert über die Tat. „Der tragische Tod unseres Kollegen Serkan C. macht mich fassungslos und traurig“, schrieb sie. Alle bei der Deutschen Bahn würden den Gewaltexzess und sinnlosen Tod des Kollegen aufs Schärfste verurteilen, schreibt Palla in den sozialen Medien.

Gewerkschaftsvorsitzender fordert Konsequenzen

Der Vorsitzende der EVG Martin Burkert forderte nach dem tödlichen Angriff auf den Mitarbeiter der DB Regio Konsequenzen: „Wir sind erschüttert und trauern um unseren Kollegen Serkan C. Vor allem sind wir aber wütend. Wir akzeptieren es nicht länger, dass man sich als Zugbegleiter in Lebensgefahr begibt, sobald man seine Schicht antritt. Wir erwarten, dass die Politik jetzt sofort Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreift. So ein Fall darf sich niemals wiederholen“, wird der Gewerkschaftsführer zitiert.

Nach Angaben der Gewerkschaft sind auch alle Fahrgäste der Deutschen Bahn bundesweit dazu aufgerufen, sich an der Schweigeminute zu beteiligen.