Wie ein Friseurbesuch unter Corona-Schutzmaßnahmen aussieht

Wenn am 4. Mai die Friseure wieder öffnen dürfen, wird sich einiges ändern. Umfangreiche Schutzmaßnahmen sorgen für Sicherheit, ändern aber auch den gewohnten Ablauf beim Salon-Besuch.

Wie ein Friseurbesuch unter Corona-Schutzmaßnahmen aussieht

Am 4. Mai dürfen Friseure wieder ihre Türen öffnen. Dabei wird das Haareschneiden aber natürlich nicht mehr so wie vor der Pandemie ablaufen. „Unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung“, beschreibt der Beschluss der Ministerpräsidenten die Auflagen. Doch was bedeutet das konkret?

Das haben sich unter anderem auch Lisa Thümmler und das Team des Salons „Thümmler Frisuren“ in der Wiesbadener Bahnhofstraße gefragt. „Wir haben uns sehr gefreut, als bekanntgegeben wurde, dass wir im Mai wieder öffnen dürfen“, erklärt sie. „Aber wir waren auch ganz gespannt, an was wir uns alles halten müssen.“ Aufschluss gab es in Form eines Dokuments der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege, in dem die Auflagen erklärt werden.

Umfassende Änderungen beim Friseurbesuch

So soll zunächst natürlich auch im Friseursalon 1,50 Meter Abstand gelten. Dafür muss Platz geschaffen werden, zum Beispiel nur jeder zweite Frisierstuhl besetzt werden. Da zwischen Kunden und Friseur schlecht ein so großer Abstand bestehen kann, müssen beide eine Maske tragen. Einen Wartebereich wird es in den Salons erst einmal nicht mehr geben. Auch der obligatorische Kaffee oder Tee zur Begrüßung wird untersagt, Zeitschriften aus den Salons verbannt. Jeder der einen Salon betritt, muss sich zunächst die Hände desinfizieren, das Tragen eines Umhangs, was ohnehin gängig ist, wird nun zur Pflicht.

Außerdem dürfen Friseure keine Haare mehr schneiden, die vorher nicht gewaschen wurden. Hinzu kommt die Pflicht für die Friseure, Einmalhandschuhe zu tragen. Mehr als ein Haarschnitt ist zunächst übrigens nicht drin: Bartpflege, Trimmen oder Augenbrauen-Zupfen sind derzeit noch verboten. Nach jedem Kundenkontakt müssen die Hände gewaschen und desinfiziert werden.

„Haben viele Terminanfragen bekommen.“ - Lisa Thümmler

Schwierig wird es, Warteschlangen vor den Salons zu vermeiden. „Wir haben viele Terminanfragen bekommen“, erklärt Thümmler. Auf dem hauseigenen Parkplatz habe man daher eine kleine Sitzecke eingerichtet, in der man mit Abstand warten kann. Außerdem weitet der Salon die Öffnungszeiten aus: „Wir haben nun drei Mal pro Woche bis 22 Uhr geöffnet um die Termine zu strecken“, sagt Thümmler. So könne man die vielen Termine etwas entzerren. Darüber hinaus habe man das Glück, mit einem 220 Quadratmeter großen Salon viel Abstand schaffen zu können.

„Wir haben unsere Mitarbeiter extra geschult um auf die neuen Regeln zu achten und unsere Kunden haben bisher alle viel Verständnis für die Situation. Wir sind guter Dinge, alles meistern zu können“, so Thümmler. Traurig sei nur, dass der enge Kontakt mit Kunden nun begrenzt werde. „Es fehlt ein bisschen das Zwischenmenschliche, aber es ist nötig und richtig. Wir sind dankbar wieder auf machen zu dürfen!“ (nl)

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