Sanierung: Bahn sperrt Übergänge zwischen Wiesbaden und Lorchhausen

Die Bahn sperrt monatelang viele Bahnübergänge zwischen Wiesbaden und Lorchhausen. Das sorgt für erhebliche Einschränkungen.

Sanierung: Bahn sperrt Übergänge zwischen Wiesbaden und Lorchhausen

Wegen der Sanierung der rechten Rheinstrecke müssen sich Autofahrer und Fußgänger zwischen Wiesbaden und Lorchhausen ab dem 10. Juli 2026 auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie die DB InfraGO mitteilt, werden zahlreiche Bahnübergänge für fünf Monate teilweise oder sogar dauerhaft gesperrt.

Grund ist die grundlegende Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden, die vom 10. Juli bis zum 12. Dezember voll gesperrt wird. In dieser Zeit erneuert die Bahn unter anderem Gleise, Weichen, Signale und Bahnhöfe, um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu verbessern.

Die Bahnübergänge müssen aus mehreren Gründen geschlossen bleiben: Die Stellwerke, die sie steuern, sind während der Bauarbeiten außer Betrieb, weshalb Ampeln und Schranken nicht genutzt werden können. Außerdem werden einige Übergänge selbst modernisiert. Zudem wird die Strecke durchgehend von Baufahrzeugen und Logistikzügen befahren. Die DB weist deshalb darauf hin, dass das Betreten der Gleise auch während der Vollsperrung strengstens verboten und lebensgefährlich ist.

Dauerhafte und tageweise Sperrungen im Rheingau

Mehrere Bahnübergänge bleiben während der gesamten fünf Monate weitgehend geschlossen. Betroffen sind in Wiesbaden die Übergänge Gibber Straße in Biebrich (vom 24. Juli bis 19. November) und Freudenbergstraße in Schierstein. In Eltville sind der Wirtschaftsweg an der Wallufer Straße 16 und die Kiedricher Straße betroffen. Weitere dauerhaft gesperrte Übergänge gibt es in Erbach (Erbacher Straße), Oestrich (Römer- und Grenzstraße), Rüdesheim (Rheinufer Höhe Villa Sturm), Assmannshausen (Dreikönig- und Neugasse) und Lorchhausen (Rheinallee/Lorcher Straße).

Auch der Bahnübergang am Rheinufer in Rüdesheim (Höhe Marktstraße) ist fast durchgehend gesperrt, mit Ausnahme des 30. und 31. Juli.

Hier rollt der Verkehr meistens weiter

Eine Reihe von Bahnübergängen bleibt hingegen weitgehend geöffnet. Hier kommt es nur zu tageweisen Sperrungen. Dazu zählen in Eltville die Oberwallufer Straße (gesperrt 23. August bis 1. September) und in Hattenheim die Eberbacher und Waldbachstraße (gesperrt 12. bis 18. September und 23. bis 24. Oktober). In Rüdesheim sind die Übergänge Am Adlerturm (gesperrt 30. bis 31. Juli) und an der B42 (gesperrt 15. bis 28. Juli) betroffen.

Weitere nur zeitweise geschlossene Übergänge gibt es in Assmannshausen (Am Alten Bahnhof, gesperrt 29. Juli bis 6. August) und Lorchhausen (Rheinallee/Oberflecken, gesperrt an einzelnen Tagen im Juli, August und September). Komplett offen bleiben sollen die Übergänge in Erbach (Sudetenstraße, Taunusstraße), Oestrich (Schmalgasse), Geisenheim (Prälat-Werthmann-Straße), Lorch (Im Bächergrund) und an der Grenze zu Kaub (Niedertal).

Laut Bahn sind die notwendigen Umleitungen mit den Kommunen abgestimmt und vor Ort ausgeschildert. Es könne jedoch an allen Bahnübergängen durch Baufahrten zu kurzzeitigen Schließungen kommen. Auch kurzfristige Änderungen im Bauablauf könnten sich auf die Sperrzeiten auswirken.