Wegen steigender Corona-Zahlen: Stadt verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen

Neue Allgemeinverfügung ab Dienstag

Wegen steigender Corona-Zahlen: Stadt verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen

Weil die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt (wir berichteten), reagiert die Stadt Wiesbaden mit einer Veranstaltungseinschränkung. Ab Dienstag, 25. August, dürfen keine Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 50 Personen stattfinden. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst für vier Wochen. Das teilt die Stadt am Sonntag mit.

„Wir möchten nicht direkt alle Feierlichkeiten und Zusammenkünfte unterbinden, doch müssen wir den betroffenen Personenkreis deutlich reduzieren“, betonen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Oliver Franz (CDU). „Es gibt in Wiesbaden keinen deutlichen Hotspot, viele infizierte Personen bringen die Erkrankung durch Reisen mit nach Wiesbaden. Diese möglicherweise unerkannt infizierten Personen sollten mit möglichst wenig anderen Menschen in Kontakt kommen, daher halten wir die Maßnahme für zielführend.“

Sowohl in Wiesbaden als auch in anderen Gebieten hätte man die Erfahrung gemacht, dass Veranstaltungen und Feiern schnell zu einem hohen Ausbruchsgeschehen führen können. Trotz bester Absichten würden Hygiene- und Abstandsregelungen dort häufig vernachlässigt, sodass eine infizierte Person schnell viele weitere Personen anstecken kann.

Verfügung gilt bis 21. September

Veranstaltungen ab 50 Personen müssen mindestens einschließlich 21. September durch das Gesundheitsamt genehmigt werden. Darunter fallen neben Privatfeiern im öffentlichen und nicht-öffentlichen Raum beispielsweise auch Kulturangebote wie Theater und Kinos. Damit folge die Stadt auch dem Wunsch der Bevölkerung, die Gästezahlen auch bei Privatfeiern wieder deutlich zu beschränken. Dieser Wunsch hätte sich im ARD-DeutschlandTrend gezeigt.

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Kaschlin Butt weist ist diesen Zusammenhang noch einmal ausdrücklich darauf hin, auch bei kleineren Feiern Abstands- und Hygieneregeln zu befolgen und detaillierte Gästelisten zu führen. Das Gesundheitsamt verhängt Bußgelder gegenüber Veranstaltern und Gastgebern, wenn ein Ausbruchsgeschehen mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht und gegen die Verordnungen sowie die Hygiene- und Abstandsgebote verstoßen wurde. „Gerade auch bei einer Feier ist die Rücksichtnahme durch Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln geboten, um insbesondere Menschen, die von einer Infektion schwere gesundheitliche Folgen davon tragen, können zu schützen“, so Butt.

Stadt berät am Montag über weitere Maßnahmen

Ob die Allgemeinverfügung nach dem 21. September noch einmal verlängert oder gar verschärft wird, hänge von den gemeldeten Neuinfektionen ab. Auch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten folgen. Am Montag, 24. August, will der Verwaltungsstab der Stadt außerdem über weitere Maßnahmen beraten. Die ausführliche Allgemeinverfügung kann ab Dienstag, 25. August, auf www.wiesbaden.de eingesehen werden. (pk)

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