Warum zurzeit so viel Stau in Wiesbaden herrscht

Viele Merkurist-Leser wundern sich seit Ende der Herbstferien über die vielen Staus auf den Straßen. Das Tiefbau- und Vermessungsamt erklärt, woher der Verkehr kommt.

Warum zurzeit so viel Stau in Wiesbaden herrscht

Die Straßen sind voll mit rot-leuchtenden Bremslichtern, Autos stehen mehr, als dass sie fahren: Wer zurzeit morgens oder abends nach Wiesbaden fahren muss, hat es nicht leicht. Es scheint egal aus welcher Richtung man kommt, Stau ist vorprogrammiert. In Wiesbaden ist das eigentlich nichts neues. Besonders im Berufsverkehr sind die Straßen voll. In den vergangenen zwei Wochen schien der Verkehr aber besonders zäh zu fließen. Viele Merkurist-Leser wundern sich darüber und wollen wissen, woher der ganze Verkehr eigentlich kommt.

„Zum einen gibt es nach den Herbstferien grundsätzlich einen verstärkt wieder einsetzenden Verkehr.“ - Tiefbau- und Vermessungsamt

„Zum einen gibt es nach den Herbstferien grundsätzlich einen verstärkt wieder einsetzenden Verkehr, der seinen Höhepunkt in den verkehrsreichsten Monaten November und Dezember findet“, erklärt ein Sprecher des Tiefbau- und Vermessungsamts die aktuelle Verkehrslage. In diesem Jahr kämen allerdings zusätzlich verschiedene Baumaßnahmen und Verkehrsveränderungen in der Stadt hinzu.

Salzbachtalbrücke und neue Verkehrssteuerung

Ein großer Grund für die Staus seien die Arbeiten an der Salzbachtalbrücke. Eigentlich sollte die Wechselverkehrsführung auf der A66 spätestens zum Ende der Herbstferien wieder eingeführt werden. Aufgrund von Sicherheitsbedenken bleibt der betroffene Teil der Brücke allerdings länger als geplant zweispurig und das führt zu Staus und Ausweichverkehr in andere Straßen. Hinzu kommen Umbaumaßnahmen an fast allen Ampelanlagen in der Stadt. Diese werden aktuell im Rahmen des Projekts „Digitale Verkehrssteuerung“ modernisiert, so der Sprecher. Damit soll die Verkehrssteuerung in Zukunft besser und umweltfreundlicher werden.

Ausgeschaltete Ampeln

Vielen Merkurist-Lesern ist aber in den vergangenen Tages besonders eines aufgefallen: In der Schiersteiner Straße waren immer wieder Ampeln abgeschaltet. Auch das habe zu starken Verkehrsproblemen geführt. Wie der Sprecher der Stadt erklärt, werden zurzeit Kreuzungen auf der Schiersteiner Straße und im Bereich des Sedanplatzes auf dem ersten Ring umgebaut. Dort werden Steuerrechner und Rot-Gelb-Grün-Signalgeber ausgetauscht. Außerdem sollen Detektoren und Taster für Blinde und Sehbehinderte angebracht werden.

„Da dies aufgrund des Umfangs der Arbeiten nicht an einem Tag geschehen kann, muss die Anlage über Nacht teilweise abgeschaltet werden“, so der Sprecher. Die Fahrbahnbreiten werden in diesen Fällen mit beleuchteten Warnbaken eingeschränkt — auch, um Fußgänger zu schützen. Und das führt besonders während der Spitzenstunden zu Staus.

Besserung in Sicht

Zumindest in der Schiersteiner Straße könnte der Verkehr in der nächsten Woche wieder besser laufen. Die Arbeiten an den großen Anlagen sollen laut Tiefbau- und Vermessungsamt noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Die Umbaumaßnahmen am Sedanplatz sollen in der zweiten Novemberwoche fertig sein. Wann genau die Salzbachtalbrücke wieder dreispurig wird, ist allerdings noch nicht klar. Hessen Mobil rechnet damit, dass sich die Verkehrslage Anfang November bessert. (ts)

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