Die Landeshauptstadt Wiesbaden und das Polizeipräsidium Westhessen erweitern ihre Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit. Künftig werden am Luisenplatz vorübergehend drei mobile Videoschutzanhänger eingesetzt. Das gaben Vertreter von Stadt und Polizei am Mittwoch bei einem Pressetermin bekannt.
Grund für die Maßnahme sind die polizeilichen Erkenntnisse zur Kriminalitätsentwicklung rund um den Luisenplatz. Seit 2023 wurden dort jährlich mindestens 68 Straftaten registriert. Nachdem es im Jahr 2024 noch 68 Taten waren, stieg die Zahl 2025 auf 73 Fälle. Einen großen Anteil daran hatten Rohheitsdelikte, auf die 36 der 73 Straftaten entfielen.
„Wir reagieren dort, wo die polizeiliche Lage und die örtlichen Gegebenheiten entsprechenden Handlungsbedarf erkennen lassen“, sagt Polizeipräsident Björn Gutzeit. Der Videoschutz sei dabei kein einzelnes Instrument, sondern Teil der gemeinsamen Sicherheitsarbeit. „Die mobilen Anlagen geben uns zusätzlich die Möglichkeit, flexibel auf örtliche Entwicklungen zu reagieren“, so Gutzeit.
Gemeinsam für ein sicheres Wiesbaden
Der Einsatz ist Teil der gemeinsamen Sicherheitsarbeit von Stadt und Polizei, zu der unter anderem das Konzept „Sicheres Wiesbaden“ sowie gemeinsame Kontrollen gehören. Bereits im Jahr 2025 war am Luisenplatz zeitweise ein mobiler Videoschutzanhänger im Einsatz. Mit nun drei Anhängern soll der Bereich umfassender abgedeckt werden.
„Der Luisenplatz ist ein zentraler Ort unserer Innenstadt und wird täglich von vielen Menschen genutzt. Uns ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger hier sicher bewegen und wohlfühlen können“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Die sichtbare Videoüberwachung soll Straftaten verhindern und das Risiko, entdeckt zu werden, erhöhen. Gleichzeitig können die Aufzeichnungen zur Aufklärung von Straftaten und zur Beweissicherung genutzt werden.
„Wir wollen, dass der Luisenplatz ein Ort bleibt, an dem sich Menschen gerne und sicher aufhalten. Drogenhandel und offener Konsum dürfen das Bild eines zentralen Platzes unserer Stadt nicht bestimmen“, erklärt Daniela Georgi, Dezernentin für Wirtschaft, Sport und Ordnung. Der Videoschutz ergänze Präsenz, Kontrollen und Prävention.