Bekommt Wiesbaden einen neuen Unverpackt-Laden?

Schon im Herbst 2019 sollte in Wiesbaden ein neuer Laden mit unverpackten Lebensmitteln eröffnen. Doch aus dem Plan wurde nichts. Jetzt kündigt sich das Geschäft erneut an.

Bekommt Wiesbaden einen neuen Unverpackt-Laden?

Immer genau so viel, wie man wirklich braucht — und das ganz ohne Plastikverpackungen. Das versprechen sogenannte „Unverpackt-Läden“, in denen Waren nicht vorabgefüllt in Kartons, Beuteln oder Schachteln angeboten werden. Stattdessen bringen Kunden eigene Behälter mit, füllen sie im Geschäft und bezahlen die Produkte nach Gewicht.

Weil es in Wiesbaden bisher nur einen einzigen Laden dieser Art in der Dotzheimer Straße gibt (wir berichteten), war die Freude bei vielen groß, als sich im vergangenen Herbst ein zweites Geschäft mit diesem Konzept ankündigte. Doch aus der Neueröffnung, die in der Innenstadt geplant war, wurde nichts. Jetzt meldet sich Abdelmajid Hamdaoui, der den Laden eröffnen wollte, zurück: In einem neuen Anlauf soll sein Geschäft bald eröffnen.

Produkte ohne Verpackung

Auf 120 Quadratmetern Verkaufsfläche will der Geschäftsmann, der seit fünf Jahren einen ähnlichen Laden in Mainz betreibt, seine Waren anbieten. „1280 Produkte wird es beim Start geben“, kündigt Hamdaoui an. Darunter seien neben Lebensmitteln wie Müslis und Crunchys auch 25 Nudelsorten und mehrere Kosmetikprodukte wie Seifen. „Ich lege viel Wert auf eine große Auswahl“, sagt er, „und das gilt auch für den Preis. Denn ich möchte, dass sich in meinem Laden jeder etwas leisten kann“, betont er. Zudem will er auch einige lokale Waren anbieten. „In meinem Laden in Mainz verkaufe ich Kaffee aus einer Mainzer Rösterei, in Wiesbaden wird es welchen aus Wiesbaden geben“, nennt er ein Beispiel. Auch Honig wolle er direkt aus der Stadt beziehen und bei der Domäne Mechthildshausen habe er bereits Produkte geordert.

Dass die Eröffnung mit Verzögerung jetzt doch noch stattfinden kann, freut den Geschäftsmann. „Ich habe mir in der letzten Zeit sehr viele Läden in der Stadt angesehen. Zum Teil haben mich Kunden auf Leerstände aufmerksam gemacht, doch die Wahl war gar nicht so einfach“, sagt er. Schließlich musste er Ausschau nach einem Geschäft halten, das für den Verkauf von offenen Lebensmitteln geeignet ist. Zudem sei es ihm wichtig gewesen, dass man seinen zukünftigen „Unverpackt Wiesbaden Laden“ auch gut mit dem Auto und dem Bus erreichen kann, und die Anlieferung der Frischwaren tageszeitenunabhängig möglich ist.

Suchspiel für Kunden

Jetzt, wo das passende Geschäft gefunden ist, wollen er und sein Team den Laden noch einrichten. „Wir wollen viel in der Farbe Gelb halten und müssen die Kassen und Regale aufstellen“, sagt Hamdaoui. Zudem soll es im Laden später Kaffee- und Getreidemühlen geben, an denen die Kunden ihre Einkäufe selbst mahlen können.

Wo genau die spezielle Einrichtung aufgebaut wird, verrät der Geschäftsmann aber noch nicht. „Ich möchte für meine Kunden ein Spiel daraus machen“, sagt er. Auf seiner Facebookseite will er ab August Fotos von den Aufbauarbeiten posten und damit Hinweise auf die neue Adresse geben. „Wenn wir 2500 Likes auf der Seite haben, verrate ich, wo die Neueröffnung stattfinden wird“, verspricht Hamdaoui. Dabei plane er, Mitte September die ersten Kunden empfangen zu können. (pk)

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