Ärger um Falschparker auf E-Auto-Flächen

Besitzer von E-Autos können ihre Fahrzeuge an mehr als 30 Ladesäulen in Wiesbaden aufladen - wenn nicht gerade ein Falschparker den zugehörigen Parkplatz blockiert. Ein Problem, das auch die Verkehrspolizei gut kennt.

Ärger um Falschparker auf E-Auto-Flächen

Dass Parkplätze vor allem in der Innenstadt ein rares Gut sind, muss man wohl keinem Wiesbadener Autofahrer erzählen. Regelmäßig für Probleme sorgt die angespannte Parkplatzsituation allerdings bei Besitzern von E-Autos — denn die Parkflächen an E-Ladestationen, die E-Auto-Fahrern vorbehalten sind, werden immer wieder von Falschparkern blockiert.

Das Problem mit den Parkplätzen kennt auch Merkurist-Leser Frank. In seinem Snip schreibt er: „Die Parkplätze mit Ladesäulen sind ständig mit PKW ohne E-Akku besetzt.“ Er fragt sich, was die Wiesbadener Verkehrspolizei dagegen tut.

„So ist leider das Sozialverhalten vieler Autofahrer.“ - Winnrich Tischel, Leiter Straßenverkehrsamt

Winnrich Tischel, Leiter des Straßenverkehrsamtes und zuständig für die städtische Verkehrspolizei, kennt die Situation. So seien die Parkplätze regelmäßig von Autos mit Verbrennungsmotor belegt, die dort eben nicht parken dürften. „Es ist hier nicht anders als mit Behindertenparkplätzen, Taxihalteplätzen und anderen für bestimmte Gruppen privilegierten Parkflächen: sofern diese Flächen nicht durch physische Sperren gesichert sind, werden sie regelmäßig illegal zugeparkt“, so Tischel. „So ist leider das Sozialverhalten vieler Autofahrer.“

Falschparkern droht der Abschleppwagen

Die Konsequenz: Die Verkehrspolizei kontrolliert die E-Parkplätze regelmäßig — und unabhängig von Beschwerden. „Dies wird täglich umgesetzt, es sei denn, durch besondere Lagen wie aktuell durch den Unfall am Hauptbahnhof (wir berichteten) sind viele Kräfte gebunden“, so Tischel. Bei Beschwerde werde versucht, so schnell wie möglich eine Streife zu schicken.

„Wir setzen darauf, dass dies mittelfristig zu einer Abschreckung führt.“ - Winnrich Tischel, Leiter Straßenverkehrsamt

Dabei gehen die Beamten laut Tischel ebenso streng vor wie bei Verstößen auf Behindertenparkplätzen. „Bei Antreffen eines Verbrenners auf einem E-Parkplatz mit Ladestation wird nicht nur eine Verwarnung ausgesprochen, sondern in der Regel sofort dafür Sorge getragen, dass das Fahrzeug vom E-Parkplatz entfernt wird.“ Wenn es sein muss, schleppe man die Falschparker direkt ab. „Es bleibt folglich nicht nur bei dem Verwarnungsgeld von 15 Euro“, so Tischel. „Wir setzen darauf, dass dies mittelfristig zu einer Abschreckung führt.“

Doch noch gibt es immer wieder Falschparker auf E-Parkplätzen. Die Verkehrspolizei wird daher weiter kontrollieren — im bisherigen Maß. Verstärkt werden die Kontrollen Tischel zufolge nicht. Zusammen mit der sehr großen Zahl an anderen verkehrspolizeilichen Aufgaben sei das personell gar nicht leistbar. (nl)

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