Millionenschwere Briefmarkensammlung kommt in Wiesbaden unter den Hammer

Am Samstag im Nassauer Hof

Millionenschwere Briefmarkensammlung kommt in Wiesbaden unter den Hammer

Eine der weltweit größten privaten Briefmarkensammlungen wird an diesem Samstag in Wiesbaden versteigert. Einige der Stücke aus der Sammlung starten mit einem Wert von bis zu einer Million Euro. Sammler der Marken war der 2018 verstorbene, ehemalige Tengelmann-Chef Erivan Haub. Der gebürtige Wiesbadener Milliardär galt schon zu Lebzeiten als ein bedeutender Philatelist und Uhrensammler.

Das Prunkstück der Sammlung ist der sogenannte „Baden-Fehldruck.“ Die Marke wurde 1851 im Wert von 9 Kreuzern herausgegeben. Eigentlich hätte die Marke auf rosarotem Papier gedruckt werden sollen, durch einen Fehler wurde bei einigen Marken jedoch grünes Papier verwendet. Nur wenige Exemplare des Fehldrucks sind im Umlauf und seit 1985 wurde keine der Marken mehr verkauft. Bei der Versteigerung am Samstag ist für das Sammlerstück ein Startpreis von 800.000 Euro festgesetzt.

„Die Briefmarkensammlung von Erivan Haub zählt zu den umfangreichsten und wertvollsten der Welt“, erklärt David Suppes, Antiquitätenhändler aus Wiesbaden. Einige der Briefmarken seien so selten, dass sie seit Jahrzehnten nicht mehr auf Auktionen aufgetaucht seien, so Suppes.

Insgesamt hat das verantwortliche Auktionshaus Köhler 8000 Stücke zur Versteigerung gestellt. Ein weiterer Höhepunkt der Versteigerung ist der „Kehrdruckblock” des bayerischen schwarzen Einsers von 1849, sowie der „Alexandria Blue Boy“, eine amerikanische Briefmarke aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Beide starten im hohen sechsstelligen Bereich. Die Auktion in Wiesbaden findet am Samstag, den 8. Juni 2019 im Hotel Nassauer Hof statt und beginnt um 11:00 Uhr. (ms)

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