Angst um Teich in Tierpark Kastel

Im Norden von Mainz-Kastel bietet der Tierpark Kastel diversen Tieren und Pflanzen eine Heimat. Betreut wird die Anlage von einem Verein. Der steht jetzt vor dem Problem, dass der Teich verschlammt ist.

Angst um Teich in Tierpark Kastel

Wo sich sonst Gänse und Enten tummeln, ist nur noch ein grüner Teppich zu sehen. Auch die Schildkröten und Fische im Teich müssen mit einer schlechten Sicht leben. Denn im Teich des Tierparks Mainz-Kastel hat sich Schlamm angelagert. Und das ist ein Problem, denn den Schlamm zu entfernen, könnte Geld kosten, das der betreuende Verein nicht hat, denn er ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet. „Wir machen das alles ehrenamtlich“, erklärt die Vereinsvorsitzende Sabine Böringer.

Es gibt einen festangestellten Tierpfleger, der sich um Ziegen, Schafe, zwei Ponys, eine Kuh und einige andere Tiere kümmert. Von den Städten Mainz und Wiesbaden gibt es einige Zuschüsse, aber auch die müssten immer wieder beantragt werden, so Böringer.

Und jetzt könnte der Schlamm im Teich noch mehr Kosten verursachen. Eigentlich wird das Gewässer aus einer Quelle gespeist, bekommt also ständig Zulauf und ist kein Kostenfaktor. „Wir sind nicht an das städtische Wassernetz angeschlossen“, erklärt Böringer. Aber es gibt Löcher in der Natursteinmauer des Teichs, durch die Wasser abfließt. Hinzu kommt das heiße Wetter. „Das verschärft das zusätzlich“, so Böringer. So verschlechtere sich die Wasserqualität weiter.

Der Schlamm muss weg

Darum soll der Schlamm raus aus dem Teich. Aber: „Das wird sehr viel Geld kosten, das der Verein nicht hat.“ Auf rund 30.000 bis 40.000 Euro schätzt Böringer die möglichen Kosten. Proben müssten entnommen und der Schlamm eventuell als Sondermüll entsorgt werden. Außerdem müssten die Tiere umgesiedelt werden.

Schon um das Jahr 2000 herum habe man versucht, den damaligen Schlamm aus dem Teich zu entfernen. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hatten dabei geholfen. Gereicht hat das nicht. Böringer ist sicher: „Da muss eine Fachfirma ran.“

Gefragt, was der Verein tun könnte, ist Böringer unsicher. Woher das notwendige Geld kommen könnte, weiß der Verein derzeit noch nicht. Am 18. August lädt er aber zu einem Tag der offenen Tür ein, um das Projekt vorzustellen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Parks. Dort können auch die Daten für ein Spendenkonto erfragt werden. (js)

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