Ninjas, Enten, Rollerfahrer: Kuriose Geschichten aus Wiesbaden

Es gibt Dinge, die gibt's gar nicht. In unserer Reihe „Kuriose Geschichten aus Wiesbaden“ präsentieren wir Euch lustige, verrückte oder einfach nur merkwürdige Storys aus der Landeshauptstadt.

Ninjas, Enten, Rollerfahrer: Kuriose Geschichten aus Wiesbaden

Es gibt sie immer wieder: Geschichten, die uns und unsere Leser schmunzeln lassen. Kuriose Polizeimeldungen, komische Gerichtsfälle und einfach lustige Geschichten. Wir wollen Euch drei weitere davon vorstellen.

Enten in Not

Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, geht es oft um das Retten von Menschenleben. Sei es ein brennendes Haus oder ein schwerer Autounfall mit eingeklemmten Passagieren, die Wiesbadener Feuerwehr ist für jeden in Not da. Manchmal auch für ganz kleine Geschöpfe, wie im Mai 2020 am Kostheimer Rheinufer. Dort hatten Polizisten eine Entenmutter und neun Küken in der Bregenzer Straße in Kostheim bemerkt. Sie hatten sich zu weit vom Wasser entfernt und dann — vermutlich bedingt durch die umgebende Bebauung — nicht mehr den Weg zurück gefunden. Die Beamten verständigten die Feuerwehr.

Die Rettung der Familie gestaltete sich dann nicht ganz so einfach. Mehrere Fang-Versuche misslangen, die Ente flog mehrmals davon. Mit einer „List“ konnten sie die Familie dann doch einfangen: Die eingefangenen Küken wurden in einem Käfig in einen Hauseingang gebracht, was die Mutter dazu veranlasste, ihnen zu folgen. Im Flur konnte die Entenmutter dann schließlich mit einem Kächer eingefangen werden.

Ninja-Alarm in der Fußgängerzone

Auf der Wiesbadener Kirchgasse begegnet man allen möglichen mehr oder weniger außergewöhnlichen Menschen. Was zwei 18-Jährige am Abend des 31. Mai entdeckten, fällt wohl in die Kategorie „äußerst ungewöhnlich“. Wie sie der Polizei berichteten, sahen sie einen Mann, der „karateartige“ Übungen mit einem Bambusstock machte. Als sie an ihm vorbeigehen wollten, habe er plötzlich die Augen aufgerissen, über Ninjas gesprochen und die beiden Männer mit seinem Stock angegriffen. Die beiden wehrten sich heftig gegen ihren Angreifer.

Eine Polizeistreife konnte die drei dann schließlich trennen. Der 27-Jährige Angreifer sagt den Beamten hinterher, dass er die beiden 18-Jährigen tatsächlich für Ninjas gehalten habe. Diese, insbesondere die Ninjas eines namhaften Telekommunikationskonzerns, würden ihn verfolgen. Deshalb habe er mit dem Stock nach ihnen geschlagen.

Betrunkene Irrfahrt auf E-Roller

Sich alkoholisiert im Straßenverkehr zu beteiligen ist nie eine gute Idee. Betrunken mit einem E-Roller zu einem Polizeirevier zu kommen, ist es auf keinen Fall. Genau das hatte jedoch ein 21-Jähriger in einer Nacht im April getan. Zuerst aufgefallen war er der Polizei gegen 1 Uhr nachts, als er in Schlangenlinien über die Taunusstraße fuhr. Als die Beamten ihn stoppten, stellten sie schnell fest, dass der Mann getrunken hatte. Zudem trug er eine zerrissene Hose, die auf einen Sturz mit dem Fahrrad hindeutete.

Nach einem Alkoholtest, der einen Wert von 2 Promille ergab, wurde der Mann von der Polizei entlassen. Doch nur etwa eine Stunde später, gegen 3 Uhr, kam der 21-Jährige zurück aufs Revier. Er hatte sein Portemonnaie vergessen und wollte es abholen. Dabei bemerkten die Beamten, dass der Betrunkene einen E-Scooter bei sich hatte — eine Fahrt mit den Leihrollern ist jedoch nur nüchtern erlaubt.

Zwar stritt der 21-Jährige ab, mit dem Roller zum Revier gefahren zu sein, doch die Beamten konnten dies nicht glauben. So musste der Mann eine zweite Blutentnahme für einen Alkoholtest über sich ergehen lassen. Um weitere Trunkenheitsfahrten zu vermeiden, verständigten die Polizisten seinen Vater, der den Mann abholen musste. (mo)

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