Kuriose Geschichten aus Wiesbaden

Es gibt Dinge, die gibt's gar nicht. In unserer Reihe „Kuriose Geschichten aus Wiesbaden“ präsentieren wir Euch lustige, verrückte oder einfach nur merkwürdige Storys aus der Landeshauptstadt.

Kuriose Geschichten aus Wiesbaden

Es gibt sie immer wieder: Geschichten, die uns und unsere Leser schmunzeln lassen. Kuriose Polizeimeldungen, komische Gerichtsfälle und einfach lustige Geschichten. Wir wollen Euch drei davon vorstellen.

Alkoholschmuggel im Pflegeheim

Blumen, Fotos, Erinnerungsstücke: Bei einem Besuch von Angehörigen in einem Pflegeheim sollte man nicht mit leeren Händen kommen. Mitgebrachte Lebensmittel sind in einigen Pflegeheimen allerdings tabu. Ein Entrümpler aus Wiesbaden setzte sich aber schon des Öfteren über diese Regelung hinweg. „Wir hatten einmal den Fall einer alten Dame, die in ein Pflegeheim umziehen musste“, sagt er. „Sie hat immer so gerne ihre selbst eingekochte Marmelade mit Rum gegessen.“ Kurzum beschloss er deshalb, der Seniorin immer wieder ein oder zwei Gläschen ins Heim zu schmuggeln. „Immer wenn wir irgendwo in ihrer Nähe zu tun hatten, haben wir ihr bei einem Besuch dann etwas vorbeigebracht“, erzählt er und lacht. Aufgeflogen ist er dabei zum Glück aber nicht.

Wiesbadener überführt zufällig Dealer und Waffennarr

Ein Wiesbadener hat der Münchener Polizei ungewollt zu einem kuriosen Ermittlungserfolg verholfen. Der Mann hatte eine Webcam im Internet erworbenn, die Aufnahmen nicht nur speichert, sondern diese auch an die zuvor angegebene E-Mail-Adresse schickt. Nachdem der Wiesbadener von seinem Umtauschrecht Gebrauch gemacht hatte, erreichten ihn aber trotzdem noch Aufnahmen des neuen, beziehungsweise alten Besitzers der Webcam per Mail — der allzu sorglos seine hauseigene Marihuana-Plantage filmte.

Der Wiesbadener speicherte die Aufnahmen und zeigte den Webcam-Besitzer an. Die Münchener Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung des Mannes und fand neben Drogen außerdem vier Langwaffen, ein Samuraischwert, vier Pistolen, ein sogenanntes Tomahawk, eine Machete und mehrere hundert Schuss verschiedener Munition. Auf einem zweiten Anwesen, das ebenfalls dem Mann gehört, fand die Polizei außerdem unter anderem mehrere tausend Schuss Munition, eine Luftpistole, ein Luftgewehr und einen Präzisionsbogen.

Geburtstagsgrüße von der Polizei

Über diese Gratulanten hat sich ein 35-jähriger Wiesbadener wohl eher nicht gefreut: Eine rauschende Feier endete für ihn auf dem Polizeirevier. Zuvor hatte er auf der Biebricher Allee nämlich an mehreren Autos die Außenspiegel abgetreten. Die Polizei nahm den Vorfall nicht mit Humor und fertigte eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Wiesbadener.

Später konnte aber zumindest das Social-Media-Team der Polizei Westhessen darüber lachen. Via Facebook schrieben die Beamten, versehen mit den Hashtags #trotzdemGlückwunsch und #läuftbeiihm: „Zu laute oder eskalierende Geburtstagspartys kennen wir als Polizei ganz gut… aber so seinen 35. Geburtstag zu feiern, ist und bleibt komisch“ - so beginnt der Eintrag.

Am Ende des Textes heißt es: „Sein kleiner Geburtstagsspaziergang endete aber anders, als er sich vielleicht wünschte: Zur Feier des Tages durfte er nämlich im Polizeiwagen mit zum Revier fahren. Wie er nach unseren Maßnahmen weitergefeiert hat, wissen wir jedoch nicht.“ (ms)

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