Wer seinen „Lime“-Roller falsch parkt, muss künftig ein Bußgeld zahlen

Wer seinen „Lime“-Roller falsch parkt, muss künftig zahlen: Als erstes Unternehmen unter den Sharing-Anbietern gibt die Firma „Lime“ ab sofort Bußgelder an ihre Nutzer weiter. Diese müssen den abgestellten Roller künftig mit einem Foto dokumentieren.

Wer seinen „Lime“-Roller falsch parkt, muss künftig ein Bußgeld zahlen

Der E-Roller-Verleiher „Lime“ wird als erster Anbieter ab sofort alle Verwarn-, Buß- und Strafgelder an die Nutzer weitergeben. Bei groben oder wiederholten Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) sollen Nutzer außerdem komplett von der Plattform gesperrt werden. Das gab „Lime“ am Donnerstag bekannt.

Eines der größten Ärgernisse, die die beiden E-Roller-Verleihsysteme von „Lime“ und „Tier“ in Wiesbaden mit sich bringen, sind sicherlich die falsch abgestellten Roller. Sie können ohne Stationsbindung nahezu überall nach der Fahrt einfach abgestellt werden. Verboten und technisch ausgeschlossen ist das Abstellen in auf der Karte rot markierten Zonen, etwa in der Fußgängerzone.

Nutzer müssen zahlen

Andernorts gibt es keine Beschränkungen für das Parken der Roller. Zwar weisen beide Anbieter in ihrer App die Nutzer darauf hin, die Fahrzeuge so zu parken, dass niemand behindert wird. Wer sich nicht daran hält — und die Roller etwa quer auf einem Gehweg oder vor Ein- und Ausfahrten parkt — hatte aber keine Strafe zu befürchten. Zumindest bis jetzt.

„Wir haben uns entschieden, unsere Kunden haftbar zu machen.“ - Jashar Seyfi, General Manager „Lime“ Deutschland

Laut Jashar Seyfi, General Manager bei „Lime“ Deutschland, hielten sich rund 98 Prozent der deutschen Kunden an die Regeln für das Parken. „Um den verbleibenden Anteil an falsch abgestellten E-Scootern und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu minimieren, haben wir uns entschieden, unsere Kunden haftbar zu machen.“ Dafür arbeite man eng mit den entsprechenden Behörden zusammen, um diese zu entlasten.

Neu ist außerdem, dass Nutzer am Ende der Fahrt ein Foto des korrekt abgestellten Rollers in der App hochladen müssen. Bislang geschah dies auf freiwilliger Basis. Die Nutzer werden in der App über die Weitergabe von Bußgeldern informiert.

Hatte die Straßenverkehrspolizei bei falsch geparkten Rollern bislang keine Handhabe — außer man ertappte den Parksünder auf frischer Tat — können und werden andere Vergehen sofort bestraft. Wer eine rote Ampel überfährt, zu zweit auf einem Roller unterwegs ist oder alkoholisiert fährt und erwischt wird, wird zur Kasse gebeten. (nl)

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