Wiesbaden erwartet 50.000 E-Autos bis 2030

Wird Wiesbaden bald zur Modellstadt für Elektromobilität?

Wiesbaden erwartet 50.000 E-Autos bis 2030

Bis zum Jahr 2030 erwartet die Stadt Wiesbaden 50.000 Elektro-Autos auf ihren Straßen – 35 Prozent der Gesamtzulassungen. Das ergibt eine Prognose, die die Stadt beim Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Auftrag gegeben hat.

Um der steigenden Nachfrage entgegenzukommen, will die Stadt in den kommenden Jahren öffentliche Lademöglichkeiten ausbauen. Insgesamt 1700 öffentliche Ladepunkte soll es bis 2030 in Wiesbaden geben. Dafür kämen öffentliche Parkplätze ebenso in Betracht wie der halböffentliche Raum, zum Beispiel auf Kundenparkplätzen von Supermärkten.

„Vor allem für Nutzerinnen und Nutzer ohne Zugang zu einem privaten Stellplatz mit eigener Lademöglichkeit ist der Aufbau der öffentlichen Ladestruktur unerlässlich“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). „Alle, die zukünftig ein E-Auto besitzen möchten, sollen in unserer Stadt die Möglichkeit haben, dieses einfach und preiswert zu laden.“ Weitere Möglichkeiten seien Lade-Hubs mit Schnellladesäulen auf öffentlichen Parkplätzen oder an Tankstellen. Das für 2024 geplante Parkhaus an der Klarenthaler Straße solle beispielsweise als sogenannter E-Mobility-Hub dienen.

Ein für diesen Ausbau erstellter Leitfaden könnte demnächst auch anderen Städten als Modell dienen. Diesen hat die Stadt Wiesbaden gemeinsam mit Fraunhofer IML und dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer erarbeitet. „Der erarbeitete Leitfaden wird nicht nur uns, sondern auch vielen anderen Kommunen und deren Entscheidungsträgern als Kompass dienen und helfen, diesem Ziel näher zu kommen“, so Kowol.

Das Wiesbadener E-Mobilitätskonzept wurde im vom Bund geförderten Projekt „E-Mobility-Hub“ erstellt. Den vollständigen Leitfaden findet ihr hier.

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