Zukunft der Fußgängerzone Wellritzstraße: Das ist geplant

Seit 2019 gehört ein Teil der Wellritzstraße den Fußgängern. Das Projekt Fußgängerzone ist als Verkehrsversuch gestartet, soll aber zumindest zum Teil dauerhaft bleiben. Wie geht es weiter und was ist in Zukunft noch geplant?

Zukunft der Fußgängerzone Wellritzstraße: Das ist geplant

Noch halten sich wetterbedingt nur wenige Menschen länger in der Fußgängerzone der Wellritzstraße auf, als sie müssen. Im Frühjahr soll sich das aber ändern. Gleich mehrere Aktionen und Feste sollen die Fußgängerzone beleben. Auch darüber hinaus ist noch einiges geplant, um die Fußgängerzone langfristig attraktiver zu machen.

So soll als Pendant zu den Gastronomie-Terrassen im Frühling eine „Kunst- und Kulturterrasse“ eröffnet werden. Am Weltfrauentag (8. März) ist die Aktion „Frauen nehmen Platz in der Wellritzstraße“ geplant. Sie soll zeigen, welche Rolle die Wellritzstraße für Frauen spielt. Als Ersatz für das wegen der Pandemie ausgefallenen „Sternenzauberfest“ plant das Kinder- und Jugendzentrum Wellritzhof in Zusammenarbeit mit Gewerbetreibenden außerdem ein „Frühlingszauberfest“. In den Osterferien wird die Straße darüber hinaus Teil der „grünen Olympiade“, ebenfalls eine vom Wellritzhof initiierte Aktion für Kinder. „Die konkreten Planungen sind auch davon abhängig wie sich die Pandemie entwickelt“, so ein Sprecher der Stadt.

Fußgängerzone soll sich weiterentwickeln

In Zukunft soll sich die Fußgängerzone weiterentwickeln und verbessern. Gestartet ist sie als Verkehrsversuch, um zu testen, ob sie auch langfristig umgebaut werden könnte. 2019 wurde der Abschnitt zwischen Helenen- und Hellmundstraße für die meisten Autos gesperrt. 2021 folgte dann der Teil bis zur Walramstraße. Bisher käme der Versuch insgesamt gut an, sagt der Sprecher. Für Fragen und Anregungen wurde extra eine E-Mail-Adresse (fussgaengerzone@wellritzstrasse.de) eingerichtet. „Der Grundsatztenor in den E-Mails ist ein ‘Bitte Dranbleiben am Vorhaben Fußgängerzone!’“.

Einige Wiesbadener seien aber verärgert über wegfallende Parkplätze. Auch Autos, die trotz Schranke unerlaubt durch die Straße fahren, sorgen immer wieder für Ärger. Deshalb arbeite man an einem besseren Schrankensystem. Um die Parkplatzsituation zu verbessern, sei ein Workshop geplant. Auch sonst trete die Stadt immer wieder in Gespräche mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und anderen Einrichtungen. „Begrüßenswert ist außerdem, dass sich – mitausgelöst durch die Fußgängerzone – voraussichtlich ein Gewerbeverein ‘Inneres Westend’ gründen wird“, so der Sprecher. Gemeinsam mit dem Verein wollen sich Stadt und Ortsbeirat damit beschäftigen, wie man die Fußgängerzone weiter ausgestalten könnte.

So sieht die Zukunft der Straße aus

Für die Zukunft ist vorgesehen, zunächst den ersten Abschnitt zwischen Helenen- und Hellmundstraße dauerhaft zur Fußgängerzone zu machen. Dafür liegen bereits die entsprechenden Beschlüsse vor. Der zweite Abschnitt bis zur Walramstraße befindet sich noch in der Testphase. Aus Sicht der Stadt spreche vieles dafür, die Fußgängerzone dauerhaft umzugestalten. Denn so schaffe man im Inneren Westend einen Raum für Anwohner, Passanten und Kinder, „der nicht von Autos, sondern von Menschen geprägt ist.“

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