Citybahn wird 121 Millionen Euro mehr kosten

Steigende Kosten bei Planung und Bodenpreisen

Citybahn wird 121 Millionen Euro mehr kosten

Die Citybahn in Wiesbaden wird über 100 Millionen Euro teurer als noch vor vier Jahren geplant. Das geht aus einer am Dienstag vorgestellten, neuen Kostenrechnung zu dem Verkehrsprojekt hervor. Gleichzeitig sinkt aber der Eigenanteil der Stadt Wiesbaden.

Die letzte Schätzung der Baukosten für das Verkehrsprojekt aus dem Jahr 2016 ging noch von einer Gesamtsumme von 305 Millionen Euro aus. Aufgrund von veränderten Anforderungen rechnet die Citybahn GmbH jetzt mit einer Summe von etwa 426 Millionen Euro.

Gleichzeitig habe sich aber auch der Föderanteil für das Verkehrsprojekt durch den Bund auf 75 Prozent erhöht, so ein Sprecher der Citybahn GmbH. Da das Land 15 Prozent der Kosten übernimmt, sinkt der Anteil der Kommunen (Mainz, Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis). Für die Stadt Wiesbaden sinkt der Anteil von bisher 36,38 auf 28,75 Millionen Euro.

Angeregt wurde die neue Kostenschätzung durch die Gesellschafter der Citybahn GmbH selbst. Gründe für die Erhöhung der Kosten seien etwa die veränderte Streckenführung und die Entwicklung der Bodenpreise. Diese seien laut dem Statistischen Bundesamt seit 2016 um 15 Prozent angestiegen. Der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor, also der Vergleich welchen wirtschaftlichen Nutzen die Bahn gegenüber den Kosten hat, sei weiterhin positiv, sagt Kai Mumme, Projektleiter für die Citybahn-Planungen. Dieser liege aktuell bei 1,5, wodurch der Nutzen die Kosten deutlich übersteige. (ts)

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