Das wurde aus den Plänen für eine Umweltspur auf dem ersten Ring

Eine Fahrspur nur für Busse und Fahrräder soll auf dem ersten Ring für bessere Luft und fließenderen Verkehr sorgen. Doch die Umsetzung ist an einige Bedingungen geknüpft.

Das wurde aus den Plänen für eine Umweltspur auf dem ersten Ring

Gerade zur Rushhour sind die Wiesbadener Stadtringe voll mit Autos. Weil sie die schnellsten Verbindungen rund um das Zentrum sind, nutzen viele Pendler die breiten Straßen als Arbeitsweg. So ist die Luft dort gerade im Berufsverkehr besonders schlecht.

Extra-Spur für Busse und Radfahrer

Um dem entgegen zu wirken, hat die Stadt bereits Anfang des Jahres vorgeschlagen, eine sogenannte Umweltspur auf dem 1. Ring einzuführen. Sie dürfte dann nur noch von Bussen und Fahrrädern genutzt werden. Dadurch geht der Verkehr auf dieser Spur deutlich schneller voran und könnte für einige Wiesbadener ein Anreiz sein, aufs Rad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um am Stau vorbeifahren zu können.

Besonders bei Radfahrern stieß die Idee auf großes Interesse, denn für sie wäre die Extra-Spur gleichzeitig ein sicherer Weg. Doch das Vorhaben scheint ins Stocken geraten zu sein. „Wann kommt die Umweltspur auf dem 1. Ring?“, hat Merkurist-Leserin Uta jetzt in einem Snip gefragt.

Umsetzung an Bedingungen geknüpft

Dass die Idee nicht ad acta gelegt wurde, bestätigt Felix Weidner, Technischer Referent beim Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr auf Nachfrage von Merkurist. „Das Vorhaben einer Umweltspur auf dem 1. Ring ist unverändert virulent und soll zeitnah umgesetzt werden“, sagt er. Der Verkehrsausschuss der Stadtverorndetenversammlung habe den Antrag bereits im März beschlossen. Die Umsetzung sei jedoch an einige Bedingungen geknüpft.

Denn damit die Umweltspur auf dem 1. Ring entstehen kann, muss zunächst der Verkehr auf dem 2. Ring flüssiger laufen. Nicht zuletzt zu diesem Zwecke, gilt ab Freitag dort ein Parkverbot (wir berichteten) eingerichtet. In einem nächsten Schritt will die Stadt laut Weidner den Verkehrsknotenpunkt rund um den Dürerplatz in Angriff nehmen und dort für fließenderen Verkehr sorgen. So sollen Autofahrer, die vom Taunuskamm kommen vom 1. Ring weggeleitet werden, so dass der Verkehr dort abnimmt.

„Die Einrichtung der Umweltspur wird parallel geplant, soll den Gremien zeitnah vorgelegt werden und könnte anschließend hergestellt werden“, nennt Weidner die weiteren Schritte auf dem Weg zur Umweltspur. „Die Herstellung selbst erfordert allerdings nicht zu unterschätzende Eingriffe in den Straßenraum“, erklärt er. Als Beispiel nennt er, dass die Ampelschaltungen auf dem 1. Ring und auch auf angrenzenden Strecken neu geplant werden müsse.

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