Die neue Verkehrsmanagementzentrale RheinMain (VMZ RheinMain) in Frankfurt soll die Straßeninfrastruktur in der Region effizienter machen. Wie das hessische Verkehrsministerium mitteilt, wurde die Zentrale im House of Logistics & Mobility (HOLM) nun vom hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori feierlich eröffnet und hat damit ihren Regelbetrieb aufgenommen. Ziel ist es, auf Probleme wie Staus, Unfälle oder lange Umwege zu reagieren.
Die VMZ RheinMain ist von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr besetzt. Sie wertet systematisch und in Echtzeit Daten aus, darunter Mobilitätsdaten von Fahrzeugen (Floating Car Data), Verkehrsmeldungen und Baustelleninformationen. So soll ein umfassendes Bild der aktuellen Verkehrslage entstehen. Auf dieser Grundlage können dann Verkehrsmanagementstrategien umgesetzt werden.
„Als große Chance begreife ich die Tatsache, dass in der VMZ Rhein-Main neue innovative Technologien wie Echtzeit-Mobilitätsdaten zur Verkehrslenkung eingesetzt und damit die Potenziale der Digitalisierung und Vernetzung für die Mobilität in Hessen genutzt werden“, so Mansoori. Geplant sei ein schrittweiser Ausbau zu einer Verkehrsmanagementzentrale für ganz Hessen.
Integrierter Ansatz für die ganze Region
Hessen Mobil-Präsident Heiko Durth erklärt: „Die VMZ RheinMain ist technisch gesehen das Herzstück für unsere Aktivitäten im Bereich des regionalen Verkehrsmanagements.“ Zu den möglichen Maßnahmen gehören situationsangepasste Ampelschaltungen, abgestimmte Routenempfehlungen und die Bereitstellung von aktuellen Reisezeit-Informationen. Auch der öffentliche Verkehr und der Radverkehr sollen in den Planungen berücksichtigt werden.
Die Projektpartner ivm GmbH, Hessen Mobil und die beteiligten Kommunen haben rund sieben Millionen Euro in die Strategieentwicklung, die Verkehrstechnik und die Realisierung der VMZ RheinMain investiert. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr gefördert.