Was Ihr über das Wiesbadener Kreuz wissen müsst

Das Autobahnkreuz Wiesbaden war schon immer eine wichtige Verbindung im Rhein-Main-Gebiet. Ihm musste sogar ein Denkmal weichen.

Was Ihr über das Wiesbadener Kreuz wissen müsst

Wer täglich über das Wiesbadener Kreuz in Richtung Frankfurt fährt, muss seit 2017 immer wieder mit Sperrungen und Umleitungen rechnen. Die Verbindung zwischen A66 und A3 wird seit mehr als 2 Jahren ausgebaut — das „Kleeblatt“ ist für die Rhein-Main-Region nämlich von besonderer Bedeutung.

Hohe Belastung

Insgesamt fahren täglich bis zu 200.000 Autos über das Wiesbadener Kreuz. Darunter sind vor allem Pendler, die aus dem Rheingau oder Wiesbaden nach Frankfurt wollen. Aber auch in Richtung Köln ist das Autobahnkreuz ein wichtiger Drehpunkt für Autofahrer aus Wiesbaden. Spätestens zu den Hauptreisezeiten in den Schulferien oder an langen Wochenenden ist das Kreuz voll, und landet regelmäßig in den Staumelder-Anzeigen.

Autobahnkreuz mit Tradition

Dabei ist dichter Verkehr am Wiesbadener Kreuz kein neues Phänomen, ganz im Gegenteil: Die Route war schon stark befahren, als es dort noch gar keine Autobahnen gab. Das Bauwerk, dass die Autos von einer Autobahn zur anderen führt, gibt es zwar schon 1952, den Status „Autobahnkreuz“ bekam es aber erst 1965. Bis dorthin war die A66 nämlich noch die B54. Damit gehört das Wiesbadener Kreuz zu den ältesten Kreuzen entlang der A3 südlich von Köln.

Tieferlegung

Damit die heute A66 mit der heutigen A3 verbunden werden konnte, musste für den Bau des ersten Brückenbauwerks in den 1930er Jahren die „Reichsstraße“ tiefer gelegt werden, damit die Autos auf die Brücke kamen. Auch das Denkmal „Wandersmann“ musste der Verbindung weichen und steht seit 1982 auf einer Wiese und ist von der A66 aus in Wallau sichtbar.

Neubau in vollem Gange

Der aktuelle Umbau des Kreuzes läuft seit Herbst 2017. Das gesamte Hauptbauwerk wird derzeit ausgetauscht, die Arbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Insgesamt 47,8 Millionen Euro kostet die Dauerbaustelle, die im Mai 2020 beendet sein soll. Die letzten Baumaßnahmen bis zur Verkehrsfreigabe sollen dabei 9,3 Millionen Euro kosten. (ms)

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