Was passiert mit dem Haus am Michelsberg, in dem Romy Schneiders erster Film gedreht wurde?

Sissi-Schauspielerin Romy Schneider hatte ihre erste Filmrolle in einem Film, der in Wiesbaden gedreht wurde. Viele Szenen wurden in einem Haus am Michelsberg gedreht. Das wurde jetzt verkauft. Was wird aus dem historischen Gebäude?

Was passiert mit dem Haus am Michelsberg, in dem Romy Schneiders erster Film gedreht wurde?

1953. Ein in Wiesbaden gedrehter Film läuft auf den Kinoleinwänden in ganz Deutschland. Dieser sollte später zu einem der bekanntesten und populärsten Kinofilme der 1950er Jahre werden und eine international bekannte Schauspielerin hervorbringen. In „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ spielte Romy Schneider als „Evchen“ ihre erste Filmrolle an der Seite ihrer Mutter Magda Schneider — und das in Wiesbaden.

Filmszenen aus „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“

Drehorte des Heimatfilms waren unter anderem die Bergkirche, das Neroberghotel und das Staatstheater. Einige Szenen wurden aber auch in einem heute unspektakulär erscheinenden Wohnhaus am Schulberg 4 gedreht. Das Haus, ein wenig versteckt zwischen der Gedenkstätte der Synagoge am Michelsberg und der Schwalbacher Straße, steht noch heute. Der bepflanzte Balkon, der im Film immer wieder zu sehen ist, hat sich kaum verändert. Seit Kurzem hängt allerdings ein Banner unterhalb des Geländers. „Haus verkauft durch Paul & Partner“ heißt es dort. Was bedeutet das und was verändert sich dadurch an dem historischen Gebäude?

Weiterhin als Mietshaus genutzt

Jahrelang war das 1880 erbaute Mehrfamilienhaus in Besitz einer privaten Erbengemeinschaft. Der Immobilienhändler Paul & Partner Real Estate habe jetzt in einem Immobilienunternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet einen neuen Besitzer für das Haus gefunden, wie das Unternehmen mitteilt. Die Nutzung des Mehrfamilienhauses als Mietshaus bleibe aber auch nach dem Verkauf die gleiche.

Vier der sechs Mietwohnungen im Haus stehen aktuell leer. Im nächsten Jahr können sich Interessierte auf die Inserate bewerben, bestätigt Maximilian Seil, Geschäftsführer von Paul & Partner. Das Gebäude werde laut Seil wahrscheinlich in Zukunft saniert. (nl)

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