Diese Regeln gelten für Kioske während der Coronakrise

Zeitungen, Lottoscheine, Briefmarken und Süßigkeiten gibt es auch während der Coronamaßnahmen noch an Kiosken zu kaufen. Bei einigen haben sich jedoch die Öffnungszeiten verändert.

Diese Regeln gelten für Kioske während der Coronakrise

Auch schon bevor die meisten Geschäfte wegen der Coronakrise schließen mussten, waren Kioske eine beliebte Anlaufstelle für kleine Besorgungen nach Ladenschluss. Neben Zigaretten und Zeitschriften versorgen sie auch in Wiesbaden die Kunden oft noch zu später Stunde mit Süßigkeiten, Snacks und zum Teil auch mit allerlei Dingen, die man auf die Schnelle brauchen könnte.

Doch viele Kioske öffnen derzeit später als gewohnt oder schließen früher. Das hat auch Merkurist-Leser Lars beobachtet und fragt in einem Snip, welche Öffnungszeiten für Kioske eigentlich gelten.

Spezielle Öffnungszeiten

Normalerweise dürfen sie an Werktagen öffnen wann sie wollen. Das regelt für Wiesbaden das hessische Gesetz zu den Ladenöffnungszeiten. Dort heißt es: „In Hessen dürfen Verkaufsstellen an Werktagen für den geschäftlichen Verkehr mit Kundinnen und Kunden von 0:00 - 24:00 Uhr geöffnet sein.“ Es gibt jedoch einige Tage im Jahr, an denen Ausnahmen gelten. So müssen alle Geschäfte an Gründonnerstag um 20 Uhr schließen, am 24. und am 31. Dezember um 14 Uhr.

An allen anderen Feiertagen und an Sonntagen gelten ebenfalls spezielle Regeln, wie eine Sprecherin des hessischen Ministeriums für Wirtschaft erklärt. Demnach dürfen Kioske dann zwar öffnen, aber nur sechs Stunden lang verkaufen. Außerdem ist das an Sonn- und Feiertagen nur tagsüber möglich, und zwar in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr. Ausnahmen bilden wiederum Verkaufsstellen an Bahnhöfen und Flughäfen. Sie sollen auch am frühen Morgen und in den Abendstunden sicher stellen, dass Reisebedarf und -verpflegung gekauft werden können.

Besondere Regeln

Von den Coronamaßnahmen, die derzeit viele Geschäfte betreffen, sind Kioske ausgenommen. Für sie gelten weiterhin die bekannten Regelungen, bestätigt die Sprecherin des Ministeriums. Dennoch gelten in den Läden jetzt einige Einschränkungen. So dürfen Getränke und Snacks jetzt nur noch zum Mitnehmen angeboten werden. Sitzmöglichkeiten und auch Stehtische vor oder im Laden müssen die Kioskbetreiber abbauen.

Um Ansteckungen zu vermeiden haben sich außerdem viele Kiosk-Besitzer in Wiesbaden eigene Maßnahmen einfallen lassen. So bieten sie ihre Waren zum Teil nur noch per Durchreichen durch ein Fenster an — auch, wenn der Kiosk normalerweise wie ein normales Geschäft betreten werden kann. Geänderte Öffnungszeiten haben in Wiesbaden ganz unterschiedliche Gründe: Einige schließen früher, weil Feiernde in den Abendstunden als Kunden wegfallen, oder weil die Schüler aus nahe gelegenen Schulen im Moment nicht vorbeikommen, um sich Süßigkeiten für die Pause zu holen. (ms)

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