Drei Männer müssen nach „Horrorfahrt“ durch Wiesbaden vor Gericht

Opfer bedroht, festgehalten und geschlagen

Drei Männer müssen nach „Horrorfahrt“ durch Wiesbaden vor Gericht

Drei Männer, die einen jungen Mann im Januar 2019 in ihr Auto gezwungen und über mehrere Stunden bedroht und geschlagen haben sollen, müssen sich Ende Juni vor Gericht verantworten. Das teilte das Amtsgericht Wiesbaden am Freitag mit.

Die „Horrorfahrt“ des jungen Mannes durch die Wiesbadener Innenstadt fand am Abend des 14. Januar 2019 statt. Die Angeklagten im Alter von 21 bis 23 Jahren brachten ihr Opfer in ihre Gewalt — laut Anklage wollten die Angeklagten den jungen Mann durch Drohungen und Schläge dazu zwingen, von ihnen vermutetes Gold aus seinem Elternhaus zu holen. Der Geschädigte soll gezwungen worden sein, das Auto eines der Angeklagten besteigen und mehrere Stunden mit den Männern umherzufahren.

Während der Fahrt sollen die Angeklagten ihm sein Handy im Wert von rund 1000 Euro gestohlen und ihm mit Schlägen, einem Einhandmesser sowie Pfefferspray gedroht haben. Nahe der Fasanerie habe der Wagen dann auf einem dunklen Waldweg gehalten, wo der Geschädigte aus dem Wagen gezogen und von mehreren Tätern geschlagen und getreten worden sei. Laut Anklage drohten die Männer ihm außerdem damit, seine Familie „fertig zu machen“. Dann sei er zurück ins Auto gezwungen worden.

Der Geschädigte erlitt zahlreiche Verletzungen am gesamten Körper. Dazu gehört auch ein Kapselriss am Finger, den er laut Anklage durch einen Tritt davongetragen hat. Die Hauptverhandlung in diesem Verfahren findet am 30. Juni um 9:30 Uhr statt. (js)

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