Deiche an Rhein und Main leiden unter Besucherströmen

Regierungspräsidium appelliert an Spaziergänger

Deiche an Rhein und Main leiden unter Besucherströmen

Abgeladener Kompost, rücksichtslose Radfahrer, nach Mäusen grabende Hunde und abgestellte Autos — über all diese Dinge ärgern sich die Mitarbeiter der Deichmeisterei derzeit an den hessischen Deichen an Rhein und Main. Das Regierungspräsidium Darmstadt (RPDA) wendet sich deshalb an alle, die sich an den Deichen aufhalten.

„Dass die Deiche ein beliebtes Ausflugsziel sind, freut die Deichverwaltung des Landes Hessen“, heißt es in einer Mitteilung des Präsidiums. „Allerdings haben in den vergangenen Wochen die Schäden durch Besucherinnen und Besucher enorm zugenommen.“ So wurden auch Vorrichtungen zerstört, die Greifvögel als Sitzstangen dienen.

Damit die Deiche intakt bleiben, bittet das RPDA Spaziergänger und Radfahrer, die Rasenflächen nicht zu betreten oder zu befahren. Dort darf weder mit dem Auto gefahren, noch mit Pferden geritten werden. Hundehalter sollen außerdem dafür sorgen, dass ihre Tiere nicht nach Mäusen graben und sie deshalb gegebenenfalls an der Leine führen. Wenn die diesjährigen Mäharbeiten auf den Deichen im Mai beginnen, sollen Besucher außerdem genügend Abstand zu den Mähmaschinen einhalten, so das Präsidium.

In Hessen gibt es circa 130 Kilometer lange Deiche an Rhein und Main. Die mit Gras bewachsenen Flächen dienen dem Hochwasserschutz. Die Graswurzeln stabilisieren die Deiche und verhindern im Falle von Hochwassern, dass sie abgetragen werden. Deshalb müssen diese besonders geschützt werden. (js)

Logo