Wiesbaden auf Platz 4 der teuersten ÖPNV-Abos in Deutschland

Durch das geplante Deutschlandticket würden sich die Kosten einer Monatskarte in Wiesbaden nahezu halbieren.

Wiesbaden auf Platz 4 der teuersten ÖPNV-Abos in Deutschland

Regelmäßiges Busfahren in Wiesbaden muss man sich erstmal leisten können. Gerade in den letzten Jahren sind die Preise immer wieder angehoben worden. Dass die vergleichsweise kleine Landeshauptstadt damit aber noch teurer ist als die meisten anderen Städte, zeigt jetzt ein Vergleich des Online-Verbraucherportals Testberichte. Dort liegt Wiesbaden gemeinsam mit Mainz auf dem vierten Platz für Monats- und Jahreskarten. Noch teurer sind nur Hamburg auf Platz 1, Köln und Bonn auf Platz 2 sowie die Mainmetropole Frankfurt auf Platz 3.

Deutschlandticket fast halb so teuer wie Wiesbadener Monatskarte

Ein ÖPNV-Jahresabo kostet in Wiesbaden momentan 72,75 Euro im Monat. Kauft man sich eine einzelne Monatskarte, muss man sogar 89,70 Euro auf den Tisch legen. Das im nächsten Jahr geplante Deutschlandticket wäre mit 49 Euro sogar fast um die Hälfte günstiger. Auch im Vergleich zum Wiesbadener Jahresticket könnte man dadurch monatlich ein knappes Drittel sparen.

Selbstverständlich darf nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Monats- oder Jahrestickets für Wiesbaden ebenso im gesamten Mainzer Stadtgebiet gültig ist. Allerdings haben beide Städte zusammengenommen nur knapp 500.000 Einwohner. Im Vergleich zu deutlich größeren Städten wie Berlin (Platz 20) oder München (Platz 39) schneidet das Städte-Duo somit immer noch schlecht ab.

Insgesamt 43 Städte im Vergleich

Im Testberichte-Vergleich wurden die ÖPNV-Preise in insgesamt 43 Städten verglichen. Darunter sind die Landeshauptstädte sowie alle weiteren Städte mit mindestens 200.000 Einwohnern. In allen Städten wurden jeweils die Tarife für das gesamte Stadtgebiet hinzugezogen, die Kostenspanne der Jahrestickets reicht von 93,70 Euro (Hamburg) bis 36,17 Euro (Schwerin) im Monat.

Anlass des Vergleichs war ein Überblick über den finanziellen Nutzen des Deutschlandtickets im Vergleich zu bereits bestehenden Abo-Angeboten in Deutschland. Nur in vier Städten würde das Deutschlandticket keine Kostenersparnis im Vergleich zum räumlich deutlich eingeschränkteren City-Ticket bringen: Münster, Magdeburg, Schwerin und Potsdam.

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