Wiesbadener dürfen kein Wasser mehr aus Bächen und Seen entnehmen

Es gelten Ausnahmen.

Wiesbadener dürfen kein Wasser mehr aus Bächen und Seen entnehmen

Aus Bächen und Seen in Wiesbaden darf vorerst kein Wasser mehr entnommen werden. Die Stadt hat am heutigen Dienstag eine entsprechende Verfügung erlassen. Grund ist die seit langem anhaltende Trockenheit.

Wie schon 2018, 2019 und 2020 seien bereits einige Bäche nur noch ein Rinnsal oder bereits trocken gefallen. Wenn unter den aktuellen Bedingungen Wasser entnommen wird, könne der Naturhaushalt nachhaltig gestört werden, heißt es in der Allgemeinverfügung. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiere ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Das Verbot gilt auch für Nutzer von Grundstücken, die direkt an den Gewässern liegen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. So darf trotz des Verbotes weiterhin Vieh getränkt werden. Das muss vorher bei der Unteren Wasserbehörde angezeigt werden. Wer ein Wasserentnahmerecht hat, soll die Bestimmungen bei Niedrigwasser einhalten und sparsam mit dem Wasser umgehen. Die Untere Wasserbehörde kann darüber hinaus auf Antrag Ausnahmen genehmigen, wenn „das Allgemeinwohl es erfordert oder eine unbillige Härte vermieden würde“, so die Stadt. Weitere Informationen dazu gibt es unter der Nummer (0611) 313805 oder per Mail an wasserbehoerde@wiesbaden.de.

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