Sein Herz schlug für das Handwerk: Trauer um Bernhard Mundschenk

Die Handwerkskammer Wiesbaden trauert um ihren früheren Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Der Mainzer starb im Alter von 65 Jahren. Er prägte das Handwerk in der Region entscheidend mit.

Sein Herz schlug für das Handwerk: Trauer um Bernhard Mundschenk

Die Handwerkskammer Wiesbaden trauert um ihren ehemaligen Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Wie die Kammer mitteilt, verstarb der Jurist aus Mainz am vergangenen Dienstag im Alter von 65 Jahren. Er hat das Handwerk in Wiesbaden und ganz Hessen über viele Jahre entscheidend mitgestaltet.

Stimme für den Nachwuchs und gegen Bürokratie

Ein besonderes Anliegen sei Mundschenk die Stärkung der Berufsorientierung, auch an Gymnasien, gewesen, so die Handwerkskammer. Er habe sich stark für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung eingesetzt. Zudem habe er sich für die Förderung von Betriebsnachfolgen engagiert und junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit im Handwerk unterstützt. Auch der Abbau von bürokratischen Hürden für Gründer und kleine Unternehmen war ihm wichtig.

Ein Leben für das Handwerk

Bernhard Mundschenk begann seine Laufbahn für das Handwerk im Jahr 1992. Drei Jahre später wechselte er zur Handwerkskammer Wiesbaden, wo er zunächst als Hauptabteilungsleiter tätig war. 1997 wählte ihn die Vollversammlung zum Geschäftsführer. Es folgten die Ernennung zum stellvertretenden und schließlich 2015 zum Hauptgeschäftsführer.

In dieser Funktion vertrat er die Interessen des Handwerks gemeinsam mit den Kammerpräsidenten Klaus Repp und später Stefan Füll. Seit 2016 weitete sich sein Wirkungskreis noch aus: Mundschenk führte zusätzlich die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern und des Hessischen Handwerkstages. Damit war er eine wichtige Stimme für die mehr als 78.000 Handwerksbetriebe in ganz Hessen.

Auszeichnung für Verdienste 2025

Für seine Verdienste wurde Bernhard Mundschenk im Jahr 2025 mit der Goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Wiesbaden ausgezeichnet. Die Kammer kündigte an, ihm ein dankbares und ehrendes Andenken zu bewahren.