Flughafen Frankfurt: Gewerkschaft ruft zu Streik auf

Der ganztägige Warnstreik des Bodenpersonals soll am Mittwoch starten

Flughafen Frankfurt: Gewerkschaft ruft zu Streik auf

Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal am Frankfurter Flughafen zu einem ganztägigen Streik am Mittwoch (27. Juli) aufgerufen. Das meldet Verdi am Montagvormittag. Der Aufruf gilt für alle Lufthansa-Standorte, also etwa Frankfurt/Main, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München und Berlin.

Grund für den Aufruf zur Arbeitsniederlegung sei ein unzureichendes Angebot der Arbeitgeber an das Personal. Demnach werden die Ergebnisse der laufenden Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigten unter anderem bei der Lufthansa AG Boden, Technik, Cargo und der Service Gesellschaft als unzureichend kritisiert. Der ganztägige Warnstreik soll den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, damit diese in der nächsten Verhandlungsrunde ein „deutlich verbessertes, abschlussfähiges Angebot vorlegen“, so Verdi.

Die Streiks sollen am kommenden Mittwoch (27. Juli) um 3:45 Uhr beginnen und bis Donnerstagmorgen um 6 Uhr andauern. Mitten in der Hauptreisezeit werde es dadurch zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen, kündigt die Gewerkschaft an. Verhandlungsführerin Christine Behle bittet die Passagiere um Verständnis. Die Beschäftigten befänden sich in einer „äußerst problematischen Situation“, die vor allem durch „Missmanagement“ verursacht worden sei. Die Situation auf den Flughäfen eskaliere, die Beschäftigten seien aufgrund des erheblichen Personalmangels, der hohen Inflation und einem dreijährigen Lohnverzicht überlastet und würden immer mehr unter Druck gesetzt.

Verdi fordert für die Beschäftigten unter anderem 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich. Der Stundenlohn für die jeweiligen Beschäftigtengruppen soll mindestens 13 Euro betragen. Momentan liege dieser bei einigen Gruppen bei unter 12 Euro.

Wie die Hessenschau kürzlich erst berichtete, sei der Betrieb zu Beginn der Sommerferien nach Angaben des Betreibers Fraport „ohne erkennbare Probleme“ verlaufen. In den Terminals herrsche Hochbetrieb, doch die Wartezeiten etwa an den Sicherheitskontrollen dauere nur 20 bis 30 Minuten. Am Wochenende wurden täglich 200.000 Passagier erwartet.

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