Sternschnuppenmarkt: Droht die Absage?

Nur noch wenige Tage bis zum Start des Sternschnuppenmarkts. Für die Veranstaltung gilt eine 2G-Zugangsbeschränkung im Gastro-Bereich. Doch aufgrund der aktuellen Corona-Situation scheint eine Absage des Markts nicht völlig unrealistisch.

Sternschnuppenmarkt: Droht die Absage?

Viele Weihnachtsmärkte sind aufgrund der sich immer weiter zuspitzenden Corona-Krise bereits abgesagt worden. Erst gestern traf es den Christkindlmarkt in München. Angesichts täglich steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen (rund 50.000 pro Tag) werden nun Stimmen laut, die eine generelle Absage von Veranstaltung solch einer Größenordnung befürworten. Erst am Freitag hatte der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler vor einer weiteren Verschärfung der aktuellen Situation gewarnt: „Es ist fünf nach zwölf!“ Es müsse über Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl oder gar Verbote von Veranstaltungen nachgedacht werden. Ohne zusätzliche Maßnahmen sei das Infektionsgeschehen nicht mehr aufzuhalten, so Wieler.

Absage des Markts? So plant die Stadt

Somit wird die Durchführung der Veranstaltung möglicherweise auch in Wiesbaden zur Zitterpartie. In der Stadtverwaltung ist man aktuell aber noch zuversichtlich, dass der Markt wie geplant am kommenden Dienstag (23. November) starten kann. Auf Anfrage von Merkurist teilt die Verwaltung mit, dass man derzeit davon ausgehe, dass der Markt stattfinden kann, „da dieser nach aktueller Verordnungslage zulässig ist“. Gleichzeitig werde die Situation aber sehr genau beobachtet und man warte insbesondere auf die Ergebnisse des anstehenden Bund-Länder-Treffens. Letzteres findet am Donnerstag (18. November) statt. Ob es dann neue bundesweite Regeln gibt, die die Weihnachtsmärkte gefährden könnten, ist noch völlig unklar.

So wird kontrolliert

In Wiesbaden konzentriert man sich derweil auf die Umsetzung der bisher getroffenen Vorgaben und die Umsetzung der 2G-Regel im Gastro-Bereich. Wie die Stadt noch einmal betont, sei dieser Bereich eingezäunt und Zutritt erhielten nur Personen, die die 2G-Anforderungen (geimpft oder genesen) erfüllen. Die Zutrittskontrolle erfolgt dann an den Eingängen der eingezäunten Bereiche, die durch Sicherheitspersonal kontrolliert würden. Dann heißt es, das Handy zücken und den digitalen Impfnachweis präsentieren beziehungsweise das gelbe Impfheftchen mitbringen oder einen Genesenennachweis.

Grundsätzlich werde die Umsetzung der Maßnahmen gemäß der geltenden Corona-Schutzverordnung in Kooperation mit dem Veranstalter, den Ordnungs- und Genehmigungsbehörden sowie den Marktbeschickern realisiert. Das aktuelle Konzept finde auch Zuspruch unter den Marktbeschickern, so die Stadtverwaltung. Ob dieses Modell letztlich ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Die Stadt Wiesbaden hofft dabei auch auf die Besucher der Veranstaltung: „Insbesondere das Besucherverhalten wird mit darüber entscheiden, ob das Konzept zum Sternschnuppenmarkt erfolgreich umgesetzt werden kann.“

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