An Neubauten müssen künftig Plätze für Fahrräder geschaffen werden

Ab November

An Neubauten müssen künftig Plätze für Fahrräder geschaffen werden

Wer in Hessen einen Neubau baut, muss dort in Zukunft auch Abstellplätze für Fahrräder anbieten. Das geht aus einer Verordnung des Landes hervor, die am 1. November in Kraft tritt. Damit reagiert das Land darauf, dass immer mehr Menschen Fahrräder im Alltag nutzen.

„Ob für den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf, das Fahrrad wird im Alltagsverkehr immer beliebter. Gute Abstellanlagen erleichtern seine Nutzung“, so Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) zu der Verordnung. Davon betroffen sind neue Wohnhäuser mit mehr als zwei Wohnungen sowie sonstige öffentliche Gebäude.

Auch Einzelheiten zu den Abstellplätzen selbst regelt die Verordnung. So muss ein Regelfahrradabstellplatz je 35 Quadratmeter Wohnfläche und ein Sonderfahrradabstellplatz je 105 Quadratmeter Wohnfläche errichtet werden. Dabei muss auch Platz für Lastenräder und andere Spezialräder sein. Bei Schulen kommt es auf die Anzahl der Schüler an, bei Wohnheimen auf die Bettenanzahl, bei Bürogebäuden auf die Nutzfläche und bei Theatern und Kinos auf die Anzahl der Sitze. Die Abstellplätze müssen außerdem barrierefrei erreichbar sein.

Die Landesbauordnung schreibt Fahrradabstellplätze eigentlich bereits seit einiger Zeit vor. Die Einzelheiten dieser Vorschrift wie Anzahl und Größe blieben jedoch den Kommunen überlassen. „Allerdings haben nicht alle Städte und Gemeinden die erforderliche Satzung erlassen“, erläutert Al-Wazir. „Diese Arbeit nehmen wir ihnen jetzt ab, ohne die Kommunen dabei zu bevormunden. Sollte eine Stadt oder Gemeinde für ihre örtlichen Verhältnisse abweichende Regelungen treffen wollen, hat sie noch bis November Zeit dafür.“ (ts)

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