Veggieworld kehrt Wiesbaden den Rücken

Europas größte Messereihe für den veganen Lebensstil, die „Veggieworld“, wird künftig nicht mehr in Wiesbaden stattfinden. Stattdessen weichen die Veranstalter trotz Rekordjahr in der Landeshauptstadt nach Frankfurt aus.

Veggieworld kehrt Wiesbaden den Rücken

Die „Veggieworld“ wird künftig nicht mehr in Wiesbaden stattfinden. Das gab der Veranstalter „Wellfairs“ am Montag bekannt. Demnach wird die Messe im nächsten Jahr nach Frankfurt umziehen.

Die erste „Veggieworld“ fand 2011 in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen statt. Seitdem wurde die Messe, die mittlerweile in 17 Europäischen Städten stattfindet, regelmäßig auch in Wiesbaden ausgerichtet. Zwischenzeitlich in Wallau untergebracht, zog die „Veggieworld“ zur Eröffnung des RheinMain CongressCenters (RMCC) 2019 wieder in die Wiesbadener Innenstadt.

Nach zehn erfolgreichen Jahren für die Macher ist 2021 aber Schluss für die Messe rund um den veganen Lebensstil. Dabei konnten in diesem Jahr erneut Rekorde verzeichnet werden: Die „Veggieworld“ 2020 im RMCC war die besucher- und ausstellerstärkste Edition der Veranstaltung in Wiesbaden. Rund 160 Aussteller und 13.000 Besucher waren vom 7. bis 9. Februar im Wiesbadener CongressCenter. Warum dann der Umzug?

Standortvorteil Frankfurt

„Wiesbaden ist die Geburtsstätte der ‘Veggieworld’. Daher gehen wir auch mit einem weinenden Auge“, sagt Wellfairs-Geschäftsführer Hendrik Schellkes. „Aber die Chancen, die uns der Umzug in die Metropole Frankfurt eröffnet, sind sicherlich ungleich größer.“ Die Messe Frankfurt habe den Veranstaltern ein überzeugendes Angebot gemacht „und uns mit offenen Armen empfangen“, so Schellkes.

Konkret beziehen sich die Veranstalter auf Standortvorteile wie beispielsweise die Infrastruktur, die der Messe weiteres Wachstum bescheren soll. Ein Faktor, bei dem Wiesbaden nicht mitziehen kann. Für wie lange der Vertrag mit der Frankfurter Messe geschlossen wurde und ob es die Chance auf eine Rückkehr nach Wiesbaden in der Zukunft gibt, ist unklar. (nl)

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