Das sagt die US-Regierung zu den Raketengerüchten in Mainz-Kastel

Haben die USA zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg in Deutschland eine Atombombe reaktiviert, und das in Mainz-Kastel? Die US-Regierung hat sich nun zu dem Verdacht mehrerer Medien geäußert.

Das sagt die US-Regierung zu den Raketengerüchten in Mainz-Kastel

30 Jahre, nachdem das US-Militär seinen Standort in Mainz-Kastel verlassen hat, sind die Streitkräfte wieder zurückgekommen. In der Lucius D. Clay Kaserne wurde das 56. Artilleriekommando wieder aktiviert. Seitdem steht der Verdacht im Raum, dass das US-Militär dort Nuklearwaffen untergebracht hat. Die sogenannten „Dark Eagle“-Langstreckenraketen sollen demnach mit fünffacher Schallgeschwindigkeit innerhalb von 21 Minuten und 3o Sekunden in Russland sein können (wir berichteten).

Inzwischen hat die Stadt Wiesbaden die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) angeschrieben, um zu erfahren, welche Erkenntnisse die Bundesregierung über die geplante Stationierung des Artilleriekommandos hat. Die Antwort gab es gestern während der Bundespressekonferenz in Berlin. Dort hatte auch die ARD die Anfrage gestellt, was an den Presseberichten dran sei, in denen über die Hyperschallraketen der US-Amerikaner in Wiesbaden spekuliert wird.

„Uns sind die Meldungen bekannt“, teilte daraufhin die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Andrea Sasse, mit. Die Bundesregierung habe von der Regierung der Vereinigten Staaten die Auskunft erhalten, dass keine Raketensysteme in Wiesbaden stationiert seien. „Und es gibt auch keine dahingehenden Pläne der USA.“ Auf die kritische Nachfrage des Journalisten Tilo Jung hin, ob es zukünftig Raketen in Wiesbaden oder an einem anderen Standort geben könne, äußerte sich die Pressesprecherin der Bundesregierung jedoch nicht.

Einen Mitschnitt der Bundespressekonferenz könnt ihr euch im folgenden Video anschauen. Die Anfrage zu den Raketen Mainz-Kastel beginnt bei 14:30 Minuten

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